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Geteilte Meinungen in MitholzJunge wollen weg, Alte bleiben

Am Freitag endet die Mitwirkungsfrist zum Räumungsprojekt in Mitholz. Schon jetzt zeigt sich: Die Einwohner im explosionsgefährdeten Dorf sehen ihre Zukunft sehr unterschiedlich.

Den Bewohnern von Mitholz sitzen konstant mehrere Hundert Tonnen Sprengstoff im Nacken. Es sind verschüttete Reste des 1947 explodierten Munitionslagers der Schweizer Armee.
Den Bewohnern von Mitholz sitzen konstant mehrere Hundert Tonnen Sprengstoff im Nacken. Es sind verschüttete Reste des 1947 explodierten Munitionslagers der Schweizer Armee.
Foto: Raphael Moser

In Mitholz jagt eine Ausnahmesituation die nächste. Im Februar löste die Botschaft, die Einwohner müssten ihr Dorf für zehn Jahre verlassen, eine Schockstarre aus. Einen Monat später brachte die Corona-Krise den Ort im Kandertal vollends zum Stillstand. «Es war wie in einem Dornröschenschlaf», sagt Monika Küenzi, die in Mitholz aufgewachsen ist und seit 22 Jahren wieder hier wohnt. Die gewonnene Ruhe habe alles in den Hintergrund gerückt. Keine Mitteilungen des Bundesrats, keine Journalisten, die das Dorf belagerten. «Es war fast wieder so, wie bevor das alles begonnen hat», sagt Küenzi.

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