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Immobilienkönig verschenkt Hausteil

Eine Lotterbude steht der Winterthurer Stadtentwicklung im Weg: Bruno Stefanini schenkt der Stadt nun seinen Anteil an dem seit Jahren unbewohnten Haus.

Etwas «Bleibendes für die Einwohnerinnen und Einwohner»: Bruno Stefanini in Winterthur. (Bild: Stefan Burla/Tages-Anzeiger)
Etwas «Bleibendes für die Einwohnerinnen und Einwohner»: Bruno Stefanini in Winterthur. (Bild: Stefan Burla/Tages-Anzeiger)
Keystone

Eine verlotterte Liegenschaft in Wülflingen steht einer geplanten Zentrumsentwicklung im Weg. In den 1980er-Jahren brannte das Haus an der Wülflingerstrasse 261/263 aus. Die Besitzer, Bruno Stefanini und die Baufirma BW Holding AG, bauten das Haus nach dem Brand jedoch nicht wieder auf, so dass es in den vergangenen Jahren zunehmend unbenutzbar wurde.

Wie die Stadt Winterthur heute Dienstag mitteilte, schenkt Stefanini nun seine vier Fünftel an diesem Haus der Stadt. Es solle etwas «Bleibendes für die Einwohnerinnen und Einwohner» entstehen, so der Wille des 88-jährigen Schenkers. Der Stadtrat zeigt sich sehr erfreut über dieses Geschenk. Es sei ein gutes Zeichen für die Entwicklung des Wülflinger Zentrums, schreibt er. Ein Fünftel der Immobilie gehört allerdings nach wie vor der Baufirma BW Holding AG, wo am Dienstag niemand erreichbar war.

Wie die städtische Bauvorsteherin Pearl Pedergnana (SP) auf Anfrage der sda sagte, geht die Stadt davon aus, dass man nun gemeinsam etwas realisieren werde und sich bestimmt einigen könne. Wie viel Wert die Schenkung hat, will Pedergnana nicht verraten. Er dürfte angesichts der Grösse des Grundstückes von 1246 Quadratmetern und der Zentrumsnähe allerdings beträchtlich sein.

Sulzer-Hochhaus vermietet, Hexis-Anteil verkauft

In den vergangenen Wochen sorgte Stefanini gleich mehrfach für Schlagzeilen, weil er in seinem umfangreichen Portfolio an Immobilien und Beteiligungen endlich Ordnung schafft.

Mitte Oktober wurde bekannt, dass er mit dem Industriekonzern Sulzer einen Mietvertrag für das seit Jahren leerstehende Sulzer- Hochhauses abschloss. Eine Woche später verkaufte er seinen Anteil an der Brennstoffzellen-Firma Hexis dem deutschen Heiztechnik-Konzern Viessmann.

Bei der Stadt freut man sich sehr, dass der Immobiliensammler beginnt, seine Pendenzenliste abzutragen. Stefanini habe ihr am Telefon gesagt, dass er das tue, weil er «nicht mehr dreissig oder vierzig Jahre dafür Zeit hat», sagte Pedergnana. Er arbeite nach wie vor sieben Tage pro Woche. Ferien habe er sich seit 1941 keine mehr gegönnt.

SDA/rub

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