Zum Hauptinhalt springen

Asylbewerber als Druckmittel

Ein Wohnungseigentümer will die Verwaltung des Hauses auswechseln lassen. Er droht damit, Flüchtlinge in seiner Wohnung unterzubringen, und tut dies schliesslich. Die anderen Eigentümer sind entsetzt.

«Es ist für uns fast unmöglich, genügend Notwohnungen zu finden», sagt Ernst Schedler, Leiter der Sozialen Dienste der Stadt Winterthur: Ein Asylbewerber, hier in einer Unterkunft in einem Luftschutzkeller in Wünnewil BE.
«Es ist für uns fast unmöglich, genügend Notwohnungen zu finden», sagt Ernst Schedler, Leiter der Sozialen Dienste der Stadt Winterthur: Ein Asylbewerber, hier in einer Unterkunft in einem Luftschutzkeller in Wünnewil BE.
Keystone

Rosmarie Rohner (62) ärgert sich: «Wir haben hier unsere Siedlung, unseren Block, die Wohnungen gehören uns – und jetzt ist plötzlich diese Familie da.» – «Diese Familie», das sind Vater, Mutter und sechs Kinder, Asylbewerber aus Somalia. Rohner sagt, sie habe mit der Familie kein Problem, sie verhalte sich «sehr anständig und ruhig». Aber trotzdem: «So wie das gelaufen ist, das geht doch nicht!»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.