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Zünfter setzen auf Polizisten statt auf Eintracht

Die Zunft zur Waag kündigt nach 75 Jahren der Stadtmusik Eintracht den Auftritt am Sechseläuten und engagiert die Polizeimusik. Der Rauswurf ist für die Musiker ein schwerer Schlag.

Trat jeweils in einer verstärkten Formation auf: Die kleine Stadtmusik Eintracht am Sechseläuten (hier 2009). (Foto: PD)
Trat jeweils in einer verstärkten Formation auf: Die kleine Stadtmusik Eintracht am Sechseläuten (hier 2009). (Foto: PD)

Zürich – Für Zürich, Zünfter und Musiker dürfte das diesjährige Sechseläuten zu einem besonderen Anlass werden: Der Böögg brennt erstmals in der Schamottschale auf dem neu gestalteten Sechseläutenplatz, und die Zünfter umreiten den Scheiterhaufen auf dem mit Substrat belegten Quarzitboden. Bei der Stadtmusik Eintracht ist nichts von dieser Vorfreude zu spüren. Ihre Mitglieder marschieren heuer am Umzug erstmals nicht mehr mit. Die Zunft zur Waag hat nach 75 Jahren die Zusammenarbeit mit ihnen gekündigt. Damit verliert der Verein mit seinen 35 Aktivmitgliedern den prestigeträchtigsten Auftritt des Jahres und mit 3500 Franken Gage seine wichtigste Einnahmequelle. Als neues Zunftspiel fungiert stattdessen die Polizeimusik der Stadt Zürich, die bisher noch nie für eine Zunft aufgespielt hatte.

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