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Vom Schlepperboot auf den Vita-Parcours

Flüchtlinge und Schweizer trainieren gemeinsam für den morgigen Silvesterlauf in Zürich – eine Multikulti-Gruppe, die auf dem Käferberg für Aufsehen sorgt.

Asylsuchende trainieren auf dem Vita-Parcours Käferberg für den Silvesterlauf. Foto: Reto Oeschger
Asylsuchende trainieren auf dem Vita-Parcours Käferberg für den Silvesterlauf. Foto: Reto Oeschger

Abdulah präsentiert stolz seine Muskeln. «Die habe ich mir in den letzten Wochen antrainiert», sagt der Sudanese und spannt seinen Oberarm an. Obwohl die Temperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt liegt, trägt der Asylsuchende lediglich T-Shirt und Trainerhose. «Gleich rennen wir, dann bin ich froh um die leichte Kleidung.» Bis es losgeht, muss sich Abdulah noch ein wenig gedulden. Seine Trainingspartner treffen an diesem Donnerstagvormittag leicht verspätet ein. Sie heissen Karma, Mohamed, Tenzin, Laura oder Richard und würden es «nicht so eng sehen mit der Schweizer Pünktlichkeit», sagt Annelise. Die Psychologin ist eine von rund zehn Einheimischen, die sich bei der interkulturellen Jogginggruppe «Let’s run mit Solinetz» beteiligt. Die anderen stammen aus Tibet, Syrien, Eritrea, Somalia oder Kenia – und sind allesamt Asylbewerber oder Sans-Papiers. Zusammen haben sie sich ein Ziel gesetzt: den morgigen Silvesterlauf.

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