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Tennis-Präsident duldet den «Spielplatz» am Stauffacher noch zwei Wochen

Seit das Geschäftshaus an prominenter Lage leer steht, toben sich darin die Besetzer aus. Jetzt hat dort neu René Stammbach das Sagen – und will möglichst rasch umbauen.

Die Besetzer haben die Liegenschaft am Stauffacher in eine Galerie der Gegenwartskunst verwandelt: «Get Organized» steht in grossen Lettern über dem Eingang.
Die Besetzer haben die Liegenschaft am Stauffacher in eine Galerie der Gegenwartskunst verwandelt: «Get Organized» steht in grossen Lettern über dem Eingang.
Esther Michel
Gestaltungsfreude statt Zerstörungswut im Innern.
Gestaltungsfreude statt Zerstörungswut im Innern.
Esther Michel
Eingeklemmt zwischen Decke und Schränken.
Eingeklemmt zwischen Decke und Schränken.
Peter Aeschlimann
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Kunst polarisiert. Das bestätigt die Kurzumfrage bei Passanten. Was für den jungen Mann eine «willkürliche Zerstörung von fremdem Eigentum» darstellt, ist für eine ältere Dame das Werk «engagierter Personen, die dem rechtsbürgerlichen Zürich durchaus guttun». Die Aktivisten sind sich dessen bewusst. Auf einem Banner, das sie vor zwei Wochen an die Fassade der Liegenschaft beim Stauffacher gehängt haben, stand geschrieben: «One’s trash is another one’s treasure» – des einen Schund ist des anderen Schatz. Schandfleck oder Farbtupfer? Eine Frage der Perspektive. Ein Teenagerpärchen hat sich gestern ein Bild gemacht. Es ist begeistert. «Wir waren im obersten Stock einen Joint rauchen», sagt er. Und sie ergänzt: «Es hat da einen gelb eingefärbten Erker mit toller Aussicht. Man fühlt sich wie auf der Veranda einer Südstaatenvilla.»

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