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Schwulen-Pionier Röbi Rapp ist tot

Er hat den Zürcher «Kreis» geprägt und sich für die Homo-Ehe eingesetzt. Röbi Rapp ist am Sonntag im Alter von 88 Jahren «friedlich eingeschlafen».

Es ist das vielleicht bekannteste Schwulenpaar der Schweiz. Jetzt ist Röbi Rapp (links) verstorben und hinterlässt seinen langjährigen Partner Ernst Ostertag.
Es ist das vielleicht bekannteste Schwulenpaar der Schweiz. Jetzt ist Röbi Rapp (links) verstorben und hinterlässt seinen langjährigen Partner Ernst Ostertag.
TA
Rapp und Ostertag waren Aktivisten für die Rechte gleichgestellter Paare, hier im September 2001 vor dem Zürcher Rathaus.
Rapp und Ostertag waren Aktivisten für die Rechte gleichgestellter Paare, hier im September 2001 vor dem Zürcher Rathaus.
TA
...in einem bewegten Leben.
...in einem bewegten Leben.
Reuters
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Röbi Rapp war in Zürich und gar schweizweit eine bekannte Figur. Vor allem in der Diskussion um die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare hat sich Rapp mit seinem langjährigen Partner Ernst Ostertag stark eingesetzt. Das Paar hat vor über 60 Jahren zusammengefunden und sich 2003 als erstes in Zürich eintragen lassen.

Rapp und Ostertag hatten sich im legendären «Der Kreis» kennen gelernt, einem Schwulenzirkel, der in Zürich in den 1940er- bis 1960er-Jahren aufgrund der Gesetzgebung klandestin Feste organisierte und eine Zeitschrift herausgab. Die Geschichte von Röbi Rapp und Ernst Ostertag ist 2014 im Film «Der Kreis» verewigt worden, der mehrfach ausgezeichnet wurde.

Gemäss dem «Mannschaft Magazin», das sich auf eine Mitteilung von «Kreis»-Produzent Ivan Madeo beruft, ist der 88-jährige Rapp nach einer Phase mit schwerer Krankheit am Sonntagabend mithilfe einer Sterbehilfeorganisation im Beisein seiner Liebsten «friedlich zu Hause eingeschlafen».

«Der Kreis» wurde mehrfach ausgezeichnet:

Madeo kündigt eine öffentliche Abdankung an, die voraussichtlich Ende Oktober in Zürich stattfinden wird. «Unsere Gedanken sind in dieser Zeit bei seinem Mann Ernst, seiner Familie und denen, die ihm nahestanden», schreibt Madeo.

Die Anteilnahme ist gross:

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