Zum Hauptinhalt springen

Opernhaus muss mit Budgetkürzung rechnen

Der Kantonsrat hat beschlossen, den Betriebsbeitrag ans Opernhaus nicht unangetastet zu lassen. Die deutliche Mehrheit kam wegen der Unterstützung der Grünen zustande.

Weniger Geld: Der Kantonsrat wird in der Budgetdebatte den Betriebsbeitrag ans Opernhaus voraussichtlich kürzen. Foto: Gaetan Bally / Keystone
Weniger Geld: Der Kantonsrat wird in der Budgetdebatte den Betriebsbeitrag ans Opernhaus voraussichtlich kürzen. Foto: Gaetan Bally / Keystone

Der Kantonsrat hat mit 119 zu 42 Stimmen beschlossen, den Betriebsbeitrag von 80 Millionen Franken ans Opernhaus in der Budgetdebatte im Herbst nicht unangetastet zu lassen. Mit der Erklärung zum Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) wird es möglich sein, die Zuwendung um zwei Prozent (rund 1,6 Millionen) zu kürzen – eine entsprechende Mehrheit vorausgesetzt. Auch das Opernhaus soll seinen Beitrag an ein ausgeglichenes Kantonsbudget leisten, fand Antragstellerin Corinne Thomet (CVP, Kloten). Die deutliche Mehrheit kam wegen der Unterstützung der Grünen zustande. «Wenn die Gagen der Topstars in unermessliche Höhen klettern, muss das Opernhaus da nicht mitmachen», sagte Ralf Margreiter (Zürich). Das Budget steige Jahr für Jahr stärker als die Teuerung an. Die «Kürzung» sei deshalb gar keine, sondern entspreche dem Einfrieren des Beitrags auf dem Stand 2014. Auch Heinz Kyburz (EDU, Männedorf) stört sich schon länger an der Höhe der Subvention für die «heilige Kuh Opernhaus». Gegen das Ansinnen war die SP. Die Kürzung im KEF sei nicht nur eine Ankündigung. Die Erklärung zwinge das Haus vielmehr dazu, die Kürzung bereits in die Planung einzubeziehen. Regierungsrat Martin Graf (Grüne) erinnerte an den wichtigen Standortfaktor Opernhaus: «Wir können nicht gleichzeitig fordern, dass das Haus internationale Stars verpflichtet, dem Volk günstige Plätze zur Verfügung stellt, und ihm noch das Budget kürzen. Irgendeiner muss das bezahlen.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.