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Matura-Streich artete aus: 1800 Schüler nach Hause geschickt

Dutzende Maturanden hatten in der Kantonsschule Oerlikon ein so grosses Chaos angerichtet, dass der Rektor alle Schüler nach Hause schickte. Reumütige Schulabgänger meldeten sich daraufhin.

Chaos im Schulhaus: Maturanden haben in der Nacht auf Dienstag, 18. Juni 2013 die Kantonsschule Zürich Nord auf den Kopf gestellt.
Chaos im Schulhaus: Maturanden haben in der Nacht auf Dienstag, 18. Juni 2013 die Kantonsschule Zürich Nord auf den Kopf gestellt.
Oliver Schumacher, Leserreporter
Umgeräumt: Das Mobiliar der Schule wurde in die Gänge geschafft und dort zum Teil bis zur Decke hoch gestapelt.
Umgeräumt: Das Mobiliar der Schule wurde in die Gänge geschafft und dort zum Teil bis zur Decke hoch gestapelt.
Oliver Schumacher, Leserreporter
Hasta la vista: Die Schulleitung übersetzt diese spanische Botschaft an der Wand wohl lieber mit «ade» statt «auf Wiedersehen».
Hasta la vista: Die Schulleitung übersetzt diese spanische Botschaft an der Wand wohl lieber mit «ade» statt «auf Wiedersehen».
Oliver Schumacher, Leserreporter
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Am Dienstag herrschte in der Kantonsschule Zürich Nord an der Birchstrasse der Ausnahmezustand. Rektor Felix Angst wurde frühmorgens vom Hausdienst alarmiert, in den Räumen des Gymnasiums herrsche ein enormes Durcheinander. Als er um sieben Uhr eintraf, sah er «ein absolutes Chaos,» wie Angst auf Anfrage sagte.

In zwei der drei Trakte der Schule hatten Unbekannte schwere Papierkörbe und die Garderobenschränke umgeworfen. Möbel aus den Zimmern waren im Gang teilweise bis unter die Decke gestapelt. Das Ausmass der Verunstaltung war so gross, dass ein Aufräumen in kurzer Zeit nicht möglich war, so Angst. Da Notausgänge verbarrikadiert waren, hatte sich Angst entschieden, aus Sicherheitsgründen die 1800 Schüler nach Hause zu schicken.

Man habe sich überlegt, ob man den Unterricht am Mittag wieder aufnehmen solle. Doch die Verwüstung war so gross, dass man nicht nur Zeit für das Aufräumen brauchte, sondern sich zuerst ein Bild von der Lage machen musste. Die Unbekannten hatten «nicht nur Möbel verschoben, sondern auch Deckenplatten herausgerissen und Stellwände zerstört», sagte Angst.

Schäden statt Kleber

Am Mittag meldeten sich rund 60 Maturaschüler, welche zugaben, in der Nacht in das Gebäude eingedrungen zu sein. Sie hatten geplant, einen Streich zu spielen. Ursprünglich wollten sie Klebebänder quer durch die Räume spannen und daran alte Prüfungen aufhängen. Doch dabei blieb es nicht. Irgendwann sei die Situation eskaliert, sagten die Schüler der Schulleitung. Der Streich artete aus und endete mit Schäden in unbekannter Höhe.

Wer dafür verantwortlich gemacht werden kann, steht nicht fest. Für die Schule handelt es sich beim Vorfall jedenfalls nicht um eine Lappalie. Sie hat Anzeige gegen unbekannt eingereicht. Auf das Ergebnis der Matura hat der Vorfall laut Angst keinen Einfluss. Leistung und Verhalten werde getrennt. Nun suche man das Gespräch mit den Schulabgängern und werde diese zur Verantwortung ziehen.

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