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Kunsthaus-Erweiterung nimmt zweitletzte Hürde

Der Gemeinderat hat sich für die Erweiterung des Kunsthauses ausgesprochen. Nur wenige sprachen von einem «teuren Kunsthausklotz».

Soll vis-à-vis vom heutigen Kunsthaus zu stehen kommen: Der Erweiterungsbau in einer Computersimulation.
Soll vis-à-vis vom heutigen Kunsthaus zu stehen kommen: Der Erweiterungsbau in einer Computersimulation.
Keystone

Nachdem der Zürcher Gemeinderat nun Ja gesagt hat, können im November noch die Stimmberechtigten über die Finanzierungsvorlage und den Gestaltungsplan abstimmen. Kritik erwuchs dem Projekt im 125-köpfigen Stadtparlament aus einer Minderheit von SVP, Grünen, Alternativer Liste und Schweizer Demokraten.

Lieber Schulhäuser

Die SVP befürchtet Mehrkosten sowohl beim Bau als auch beim Betrieb. Die AL möchte in Zürich lieber Schulhäuser bauen anstatt zu teure Grossprojekte. «Ausserdem soll ein Kriegsgewinnler wie Bührle kein Monument erhalten», sagte ein AL-Sprecher. Die Schweizer Demokraten sind grundsätzlich gegen Grossprojekte und folglich auch gegen den «teuren Kunsthausklotz».

Einzelne Grüne störten sich daran, so viel Geld für ein «aufgeblasenes Kunsthaus» auszugeben und andere Sparten zu vernachlässigen. Vor allem kritisierten sie die Betriebskosten sowie die 17,7 Millionen Franken teure unterirdische Verbindung zwischen Alt- und Neubau. Auch forderten sie, den Garten hinter dem Neubau nicht einzuzäunen.

«Höhere internationale Ausstrahlung»

SP, FDP, GLP, CVP, EVP und ein Teil der Grünen stimmten der Vorlage zu. Das ganze Projekt sei eine Investition in die Zukunft und ein gelungener Wurf, sagte ein CVP-Vertreter.

Die zustimmenden Parteien schlossen sich auch weitgehend der Meinung von Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) an. Durch den Neubau werde Zürich als Kulturstadt gestärkt. Zudem werde die internationale Ausstrahlung des Kunsthauses erhöht, sagte Mauch. Das Haus werde ein attraktiver Partner für andere Museen und Leihgeber.

Mauch wehrte sich gegen Vorwürfe, das Kunsthaus werde gegenüber anderen Kulturinstitutionen und der freien Szene bevorzugt. Zürich habe eine vielfältige Kulturszene. Gerade diese Vielfalt mache die Attraktivität Zürichs als Wirtschafts- und Kulturstadt aus.

SDA/mw

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