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Hayek hat andere Pläne mit dem Grieder-Haus

Der Swatch-Chef will kein Uhrenwarenhaus, sondern eine kreative Nutzung der neuen Prestige-Immobilie.

«Wir denken über eine kreative Nutzung des Grieder-Hauses nach», heisst es bei Swatch. Foto: Esther Michel
«Wir denken über eine kreative Nutzung des Grieder-Hauses nach», heisst es bei Swatch. Foto: Esther Michel

Der Verkauf des Grieder-Hauses an der Bahnhofstrasse 30 an den Schweizer Uhrenkonzern Swatch hat unter den Zürcher Juwelieren Verunsicherung ausgelöst. Sie fürchten, Swatch könnte in einem der prächtigsten Bauten an Zürichs Einkaufsboulevard ein grosses Uhrenwarenhaus einrichten.

Nun hat Swatch-Konzern-Chef Nick Hayek in der «NZZ am Sonntag» Entwarnung gegeben. Er kann sich zwar vorstellen, das Grieder-Haus zum Standort seiner luxuriösen Schmuckmarke Harry Winston zu machen. Doch ein Warenhaus wie jenes von Bucherer in Luzern kommt für ihn nicht infrage. «Wir denken über eine kreative Nutzung nach, um die Stadt Zürich zu bereichern», sagte Hayek im Bericht. Neben Uhrenboutiquen kann er sich auch vorstellen, im sechsstöckigen Haus Künstlerateliers einzurichten, in denen das Handwerk der Uhrenbranche vermittelt würde. In Shanghai hat Swatch in einer ähnlich prestigeträchtigen Immobilie neben Uhrenboutiquen auch Ateliers, Hotelzimmer und ein Café platziert.

Als Kapitalanlage gekauft

Nick Hayek hat das Grieder-Haus als Kapitalanlage gekauft, wie er gegenüber der «NZZ am Sonntag» sagt. Nach den heutigen Mietkonditionen rechnet er mit einer Rendite von 5 bis 7 Prozent. «Als wir hörten, dass die Credit Suisse das Grieder-Haus verkaufen will, waren wir sofort interessiert, denn es ist der beste Platz in Zürich», sagte Hayek. Ein solches Objekt werde in Zürich nie mehr auf den Markt kommen. Über den Kaufpreis sagte Hayek nichts, Insider sprechen von 400 Millionen Franken. Dieser Preis wäre für den Swatch-Konzern problemlos zu verkraften – Ende Juni wies Swatch flüssige Eigenmittel von 1,44 Milliarden Franken aus.

Die CS stärkt mit dem Verkauf des Grieder-Hauses ihre Eigenkapitalbasis. Bis zum Jahr 2019 muss die Grossbank 4,0 Prozent der Bilanzsumme als Eigenkapital ausweisen. Ende September lag die Eigenkapitalquote bei 3,8 Prozent. Vor kurzem hat die CS den Bürokomplex Uetlihof für eine Milliarde Franken verkaufen können.

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