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Filippo Leutenegger darf weiter gratis parkieren

Die Stadt Basel führt Parkplatzgebühren für Roller und Motorräder ein. In Zürich will man von solchen Ideen vorerst nichts wissen.

Parkgebühren für Roller seien momentan kein Thema: Stadtrat Filippo Leutenegger. Foto: Keystone
Parkgebühren für Roller seien momentan kein Thema: Stadtrat Filippo Leutenegger. Foto: Keystone

Parkgebühren für Roller werden Realität. Als erste Schweizer Stadt führt Basel diese Regelung ein. Das Parlament hat der Erhöhung eines Rahmenkredits um 290'000 Franken diese Woche zugestimmt, um genügend Park­uhren aufstellen zu können. 1,6 Millionen Franken zur Parkplatzbewirtschaftung sind bereits bewilligt.

Ein Parkplatz für Motorräder kostet 50 Rappen pro Stunde. Der Betrag muss von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr bezahlt werden. Geplant sind 400 solcher Plätze an 35 Orten in der Innenstadt und am Bahnhof SBB. Die Stadt rechnet mit jährlich rund 150'000 Franken Mehreinnahmen.

In Zürich sind Parkgebühren für Motorräder kein Thema. Dabei nimmt die Zahl der im Kanton Zürich immatrikulierten Roller jedes Jahr um durchschnittlich 2000 Fahrzeuge zu. Letztes Jahr hat das Strassenverkehrsamt im Kanton Zürich 105 229 Motorräder gezählt. Darin nicht enthalten sind Mofas und E-Bikes, beide werden ebenfalls immer beliebter.

Rare Parkplätze für Roller

Die Zürcher Parkplätze für Motorräder sind gratis – aber rar. Insgesamt gibt es in der Stadt gerade einmal 400 Parkplätze, die ausschliessliche für Motorräder zur Verfügung stehen. Auf 2700 Plätzen dürfen sowohl Motorräder als auch Fahrräder parken, 400 weitere für Roller kommen in Parkhäusern dazu.

Das Angebot werde im Umfeld von Bahnhöfen ausgebaut, verspricht das städtische Tiefbauamt und betont gleichzeitig, Parkgebühren seien momentan kein Thema. Das überrascht nicht: Filippo Leutenegger, der zuständige FDP-Stadtradt, ist ein enthusiastischer Vespa-Fahrer.

Der Anstoss für die Roller-Parkplatzgebühren stammt in Basel aus dem linksgrünen Lager. Für sie sind Roller laut, sie stinken und stossen mehr Schadstoffe als Autos aus. Damit nicht genug. Sie beanspruchen auch Platz zum Parkieren in der Innenstadt. Markus Knauss, Gemeinderat der Grünen in Zürich und Mitglied der Verkehrskommission, stimmt diesen Argumenten zu. «In der Innenstadt haben wir ebenfalls eine starke Konkurrenz um den knappen öffentlichen Raum. Roller nehme ich dabei aber nicht als Hauptproblem wahr.»

Knauss geht es vorerst darum, die Parkgebührenerhöhung für Autos im Gemeinderat und beim Volk durchzubringen. Gleichzeitig kämpft er dafür, Zähringerplatz und Sihlstrasse autofrei zu machen. «Dann sehen wir weiter.»

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