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Fifa: 20 Millionen für Kunstrasen, Flutlicht und Frauen

Die Millionen, die der Weltfussballverband ursprünglich ans neue Zürcher Stadion zahlen wollte, gehen nun in den Breitensport. Für 17 Millionen werden Kunstrasen erstellt, 3 Millionen fliessen in den Frauenfussball.

Mehr Licht: Auf der Sportanlage Juchhof wird mit Fifa-Geldern eine zusätzliche Fluchtlichtanlage installiert.
Mehr Licht: Auf der Sportanlage Juchhof wird mit Fifa-Geldern eine zusätzliche Fluchtlichtanlage installiert.
Simon Tanner

Die Fussballjunioren können jubeln: In Zürich können sechs neue Kunstrasenplätze erstellt werden. Zwischen 2,5 und 5 Millionen Franken zahlt die Fifa an fünf verschiedene Zürcher Sportanlagen.

Konkret wird auf den Anlagen Letzi und Hönggerberg je ein Rasenplatz durch einen Kunstrasen ersetzt. Auf der Sportanlage Fronwald entstehen zwei neue Kunstrasenplätze: Ein Rasenplatz wird ersetzt, eine alter Kunstrasenplatz erneuert. Und auf den Sportanlagen Juchhof 1 und 2 werden zwei bestehende Kunstrasenplätze erneuert und eine zusätzliche Flutlichtanlage installiert. Auch die Sportanlage Hardhof kommt in den Genuss von Fifa-Millionen: Ein alter Sandplatz wird in einen Kunstrasen verwandelt.

Statt der Profis profitieren die Amateure

In Anwesenheit von Fifa-Präsident Joseph Blatter, Stadtpräsidentin Corine Mauch und dem städtischen Sportminister Gerold Lauber wurde im Hardhof heute Mittwoch zudem bekanntgegeben, dass der Zürcher Mädchen- und Frauenfussball gezielt mit 3 Millionen unterstützt wird.

Somit sollen Amateure in den Genuss der Millionen kommen, welche die Fifa eigentlich in den Profifussball stecken wollte. Denn Blatter hatte der Stadt zugesichert, 20 Millionen ans Eigenkapital der Stadion Zürich AG zu zahlen. Damit wäre der Weltfussballverband Miteigentümer des neuen Hardturm geworden, der rund 150 Millionen kostet.

Kein Fifa-Geld wegen Stehplätzen

Doch als die Stadt letzten Sommer entschied, den Fans entgegenzukommen und anders als geplant neben Sitz- auch Stehplätze zu bauen, kam die Fifa auf ihr Engagement zurück. Grund: Sie ist aus Sicherheitsgründen strikte gegen Stehplätze. Die 20 Millionen wollte sie dennoch in den Zürcher Sport stecken, wie das Fifa-Exekutivkomitee Ende März entschieden hat.

Nun wird die Stadt das neue Fussballstadion praktisch im Alleingang erstellen und für 132 der 150 Millionen aufkommen. 8 Millionen zahlt der Kanton und je 2,5 Millionen der FC Zürich und der Grasshopper-Club, welche die grössten Mieter werden. 5 Millionen sollen Private zahlen und allenfalls via «Volksaktie» zusammenkommen.

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