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Es hätte übler kommen können

Die Zürcher Kantons­regierung hat eine vergleichsweise moderate Steuerreduktion für die Unternehmen vorgeschlagen.

Es kommt übel, aber es hätte übler kommen können. Ambivalenz herrscht vor, nachdem Zürichs Finanz­direktor Ernst Stocker endlich das Geheimnis gelüftet hat, wie er die Unternehmenssteuerreform III um­setzen will. Andere Wirtschaftskantone wie Genf oder die Waadt tun das, indem sie die Steuerbelastung drama­tisch senken, um die Firmen vom Abwandern abzuhalten. In Nachbarkantonen wie Zug und Schaff­hausen waren die Steuern schon tief und fallen nun noch tiefer. Wirtschaftsvertreter und Bürgerliche ­fordern deshalb, der Kanton Zürich müsse im Wettbewerb mindestens mitziehen. Das würde für manche Gemeinden schwer verdauliche Einbussen bedeuten.

Nun aber hat die bürgerlich dominierte Kantons­regierung überraschend eine vergleichsweise moderate Steuerreduktion für die Unternehmen vorgeschlagen. Gerade so viel, dass es nochmals gut ­gehen könnte. Will heissen: dass am Ende nicht die kleinen Leute die Zeche in Form erhöhter Steuern zahlen. ­Stocker glaubt, dass der Kanton das hinbekommt. Er muss auf etwa 200 Millionen Franken verzichten – solche Schwankungen habe es bei den Unternehmenssteuern immer wieder gegeben.

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