Die Publibikes kommen noch lange nicht zurück

Eigentlich sollten die Leihvelos mit besseren Schlössern in Zürich wieder verfügbar sein. Eigentlich.

Derzeit sucht man in Zürich vergebens nach Publibikes.

Derzeit sucht man in Zürich vergebens nach Publibikes. Bild: Samuel Schalch

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Seit dem 23. August sind die Publibikes in Zürich vom Erdboden verschwunden. Nachdem zuerst in Bern und dann in Zürich klar wurde, dass die Veloschlösser viel zu leicht zu knacken sind und zahlreiche Fahrräder auch tatsächlich geklaut wurden, mussten diese umgerüstet werden. In «spätestens zwei Wochen» sollten die ersten Leihvelos wieder verfügbar sein, hiess es damals.

Doch das scheint ein gewagtes Versprechen gewesen zu sein. Denn noch sind keine der dunkelgrauen Bikes in der Stadt wieder aufgetaucht. Und das wird noch länger so sein, wie das Regionaljournal von Radio SRF herausgefunden hat.

Das Schloss müsse zuerst neu konzipiert, ein Prototyp erstellt und dieser intern und extern getestet werden. Die Tests seien zurzeit noch im Gang, heisst es im Bericht. Danach müssen die neuen Teile hergestellt, die Schlösser damit aufgerüstet und die reparierten Velos auf ihre vielen Standorte in der Stadt verteilt werden.

«Wir könnten uns bessere News vorstellen»

Publibike will sich nun nicht mehr auf die Äste hinauswagen, wie lange das dauern wird. Man wolle nicht nochmals Dinge versprechen, die man nicht einhalten könne, heisst es bei der Tochterfirma der Postauto AG.

Die Abo-Kunden sollen danach entschädigt werden, zum Beispiel mit einem Gratis-Monat. Die Stadt Zürich als Auftraggeberin ist nicht erfreut über die Verzögerung. «Wir könnten uns bessere News vorstellen, aber wir haben Verständnis», sagt Tiefbaudepartementssprecher Pio Sulzer dem Regionaljournal.

(pu)

Erstellt: 07.09.2018, 08:35 Uhr

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