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«Die Gefahr von Stigmatisierungen der Kinder ist gross»

Der Kinderarzt Oskar Jenni kritisiert den Therapiewahn an Zürcher Schulen. Standardisierte Abklärungen und eine bessere Ausbildung der Lehrer könnten ihn eindämmen.

Oskar Jenni, Leiter der Entwicklungspädiatrie am Kinderspital, beklagt die Gleichmacherei in der Schule. Foto: Reto Oeschger
Oskar Jenni, Leiter der Entwicklungspädiatrie am Kinderspital, beklagt die Gleichmacherei in der Schule. Foto: Reto Oeschger

Die Millionen, die für Förderung an unseren Schulen ausgegeben werden, müssten hinterfragt ­werden. Dies haben Sie jüngst auf einem Podium gesagt. Eine ketzerische Aussage für einen Arzt.

Ich habe mir tatsächlich lange überlegt, ob ich mich zu schulpolitischen Belangen überhaupt äussern soll. Aber ich fühle mich dazu berechtigt, denn Gesundheits- und Bildungsfachleute müssen eng zusammenarbeiten. Wir Ärzte sind Teil des Systems und verordnen Therapien und Medikamente. Deshalb darf ich Fördermassnahmen auch hinterfragen.

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