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Die Asylpolitik entzweit den Zürcher Freisinn

Die harte Linie, welche vor allem die junge FDP-Parlamentarierin Tamara Lauber in der Asylpolitik vertritt, ruft die liberalen Kräfte des Stadtzürcher Freisinns auf den Plan.

Geht es nach der knappen Mehrheit der Stadtzürcher FDP, erhalten Asylbewerber nur noch 8 Franken Nothilfe pro Tag: Temporäre Wohnsiedlung für Asylsuchende in Leutschenbach.
Geht es nach der knappen Mehrheit der Stadtzürcher FDP, erhalten Asylbewerber nur noch 8 Franken Nothilfe pro Tag: Temporäre Wohnsiedlung für Asylsuchende in Leutschenbach.
Steffen Schmidt, Keystone

Es kracht im Freisinn. Die verschärfte Gangart in der Asylpolitik vergiftet das Klima in den eigenen Reihen. Denkbar knapp – mit 5:4 Stimmen – hat die Stadtzürcher Fraktion unlängst einen Vorstoss der Gemeinderäte Tamara Lauber und Roger Tognella unterstützt. Wer künftig in Zürich einen Asylantrag stellt, soll nur noch acht Franken Nothilfe pro Tag erhalten, lautet die Forderung, die bereits im Nationalrat eine Mehrheit gefunden hat. Das Postulat kam in der Fraktion gegen den Willen jener Mitglieder durch, die für sich in Anspruch nehmen, den liberalen Flügel des Freisinns zu vertreten. Bei ihnen war der Ärger hinterher gross – und er ist es noch heute. Dass die Partei in der Asylpolitik mit der SVP im selben Boot rudert, passt ihnen nicht.

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