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Die Asyl-Geschäfte einer Masseurin

Eine Chinesin verdiente mit der Untervermietung von winzigen Zimmern an Flüchtlinge gutes Geld. Den elf Eritreern droht jetzt der Rauswurf, weil ihre Vermieterin Nebenkosten nicht bezahlt hat.

10'000 Franken zahlten die Untermieter für die Wohnung an der Badenerstrasse. (2. Juni 2016)
10'000 Franken zahlten die Untermieter für die Wohnung an der Badenerstrasse. (2. Juni 2016)
Doris Fanconi/TA
Zurzeit leben in der durchdacht unterteilten 160-Quadratmeter-Wohnung elf eritreische Flüchtlinge in rund 9 Quadratmeter grossen Zimmern. (16. Mai 2016)
Zurzeit leben in der durchdacht unterteilten 160-Quadratmeter-Wohnung elf eritreische Flüchtlinge in rund 9 Quadratmeter grossen Zimmern. (16. Mai 2016)
Doris Fanconi/TA
Ende April hat die Einzelrichterin am Bezirksgericht Zürich der Vollstreckung der Ausweisung von Frau Chen mitsamt ihren Untermietern stattgegeben. (2. Juni 2016)
Ende April hat die Einzelrichterin am Bezirksgericht Zürich der Vollstreckung der Ausweisung von Frau Chen mitsamt ihren Untermietern stattgegeben. (2. Juni 2016)
Doris Fanconi/TA
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Gemietet hat Frau Chang (Name geändert) die 168-Quadratmeter-Wohnung an der Badenerstrasse in Altstetten, um dort mit einer Kollegin chinesische Massagen anzubieten. Doch dann merkte sie schnell, dass sie mehr Geld verdient, wenn sie einzelne Zimmer der Wohnung untervermietet. An Computerspezialisten oder Handwerker, die für kurze Zeit in Zürich sind und eine günstige Bleibe suchen. Die Verwaltung hatte nichts dagegen. In einem Schreiben vom Oktober 2010 beschied sie Frau Chang: «Die Fortführung der Zimmervermietung können wir Ihnen auf Zusehen hin weiterhin gestatten.» Voraussetzung sei allerdings, «dass wir keine Beschwerden etwelcher Art oder Kenntnis einer Verlagerung des Tätigkeitsbereiches erhalten».

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