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Der Stadt gelingt ein geordneter Rückzug

Das Hickhack um den Strauhof findet doch noch zu einem guten Ende. Und an diesem muss man die Politiker messen, auch wenn sie widerstrebend und zögerlich gehandelt haben.

Es war unvermeidlich, die umstrittenen Pläne aufzugeben: Der Strauhof in der Altstadt. Foto: Keystone
Es war unvermeidlich, die umstrittenen Pläne aufzugeben: Der Strauhof in der Altstadt. Foto: Keystone

Der Rückzug ist die heikelste Operation im Krieg, kann man bei Clausewitz lesen. In der Politik ist es manchmal ähnlich: Hier muss der «General» befürchten, dass zur Räumung von Positionen auch noch Gesichts- und Gewichtsverluste kommen. Schliesslich hat man diese Positionen gestern noch als uneinnehmbar erklärt, unbildlich gesprochen: sich mit den öffentlich verkündeten Zielen identifiziert. Deshalb ist es überaus wichtig – wieder Clausewitz –, dass der Rückzug geordnet erfolgt. Damit er nicht auch noch den Rücktritt nach sich zieht. Der Stadt Zürich ist ein geordneter Rückzug gelungen. Es war unvermeidlich, das Konzept «Jull in den Strauhof, Literaturausstellungen in die Bärengasse» aufzugeben. Unvermeidlich – und trotzdem lobenswert. Denn Peter Haerle wäre nicht der Erste, der so lange gegen die Wand läuft, bis man ihn mit blutiger Nase und Gehirnerschütterung aus dem Verkehr zieht (und die Wand immer noch an derselben Stelle steht).

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