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Cupfinal in Zürich?

Da Bern den Final des Schweizer Fussballcups wegen der Ausschreitungen nicht mehr will, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er 2016 oder 2017 im Zürcher Letzigrund ausgetragen wird.

Freuten sich am 21. April 2014 über den Cupsieg in Bern: FCZ-Spieler Philippe Koch und Amine Chermiti.
Freuten sich am 21. April 2014 über den Cupsieg in Bern: FCZ-Spieler Philippe Koch und Amine Chermiti.
Lukas Lehmann/Keystone

2013 gewannen die Grasshoppers den Schweizer Cup, dieses Jahr der FC Zürich und brachten den Pokal damit in die Limmatstadt. Holen mussten sie sich ihn in Bern, wo das Endspiel in den letzten Jahren ausgetragen wurde. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass der Final dereinst in Zürich gespielt wird.

Grund dafür ist, dass die Stadt Bern nach den Ausschreitungen 2013 und 2014 genug hat vom Cupfinal. Der Schweizer Fussballverband (SFV) sucht einen neuen Austragungsort. Schon früh signalisierten der Stadtzürcher und kantonale Sportminister, Gerold Lauber und Mario Fehr, Interesse. Nun heisst es im Protokoll eines Stadtratsbeschlusses, dass der SFV Ende September auf die Stadtregierung zugegangen ist, wie die NZZ meldet. Die drei Endspiele der Jahre 2015 bis 2017 sollen in Basel, Zürich und Genf ausgetragen werden.

80 Jahre nach dem Cupsieg von YF

Fürs nächste Jahr scheint Basel gesetzt zu sein, worauf Zürich bereits 2016 zum Zug kommen könnte. Das wäre exakt 80 Jahre nach der letzten Austragung eines Cupfinals in Zürich. 1936 duellierten sich die Young Fellows und Servette, wobei der Zürcher Traditionsverein gegen die Genfer 2:0 gewann und zum ersten und letzten Mal den Pokal holte. Der Stadtrat würde sich über die Austragung des Cupfinals im Letzigrund freuen, schreibt er.

Der SFV allerdings dämpft die Erwartungen etwas. Ein Sprecher sagte gegenüber der NZZ, dass man zwar mit Basel, Zürich und Genf in Kontakt getreten sei. Der Verband wolle sich aber noch nicht festlegen, um weiterhin «grösstmögliche Handlungs- und Entscheidungfreiheit» zu haben.

Grosse Euphorie scheint die Aussicht auf den Cupfinal in der Zürcher Politik nicht zu verbreiten. Die zusätzlichen Sicherheitskosten dürften die Steuerzahler nichts kosten, fordert SVP-Politiker Mauro Tuena. Auch aus dem Polizeidepartement stösst das Vorhaben auf Skepsis, weil die Belastung der Polizisten bereits heute hoch sei.

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