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Bier für die Kinder

Minderjährige haben ein leichtes Spiel, wenn sie an Alkohol kommen wollen. Das zeigen Testkäufe in der Stadt Zürich. Vor allem während Festen versagen die Kontrollen oft.

Bier und Zigaretten ohne Ausweiskontrolle: Bei 40 Prozent der Testkäufe wurde Alkohol an Jugendliche verkauft. Foto: Martin Ruetschi / Keystone
Bier und Zigaretten ohne Ausweiskontrolle: Bei 40 Prozent der Testkäufe wurde Alkohol an Jugendliche verkauft. Foto: Martin Ruetschi / Keystone

«Darf ich bitte Ihren Ausweis sehen?» Diesen Satz hörte man in Zürcher Kiosken, Tankstellenshops und Bars zuletzt selten, wie Testkäufe der Stadtpolizei Zürich gezeigt haben. Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren haben im Jahr 2014 insgesamt 140 Alkoholtestkäufe durchgeführt. In 40 Prozent der Fälle, also 56-mal, bekamen sie das verlangte alkoholische Getränk ohne kritische Nachfrage des Personals. Im Jahr 2013 war dies bei 35 Prozent der Fall. Das teilt die Stadtpolizei Zürich mit.

Bei den Tabaktestkäufen fällt das Resultat etwas besser aus: Bei vier von zwanzig Testkäufen, das entspricht 20 Prozent, bekamen die Jugendlichen die gewünschten Tabakwaren ohne Alterskontrolle durch das Verkaufspersonal. Im Vorjahr war dies bei 13 Prozent der Testkäufe der Fall.

Mehr Verstösse an Festen

2014 hat die Polizei vermehrt auch an Festanlässen Kontrollen durchgeführt. In den vergangenen Jahren hat sie festgestellt, dass dort besonders oft gegen das Jugendschutzgesetz verstossen wird. Marco Bisa, Mediensprecher der Stadtpolizei bestätigt denn auch, dass sich das Personal bei den Testkäufen an Festanlässen in mehr als 40 Prozent nicht an die Jugendschutzbestimmungen gehalten habe.

Für das Verkaufspersonal haben die Kontrollen Konsequenzen. Wer gegen das Jugendschutzgesetz verstösst, wird beim Stadtrichteramt verzeigt. Die Patentinhaber müssen mit einem befristeten Verkaufsverbot oder dem Patententzug rechnen.

Wirksames Instrument

Auch in diesem Jahr wird die Stadtpolizei zusammen mit dem Blauen Kreuz und der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich regelmässig Testkäufe durchführen. Sie seien nach wie vor ein wirksames Instrument zur Überprüfung der Jugendschutzbestimmungen, heisst es in der Mitteilung. Verkaufsstellen und die Bevölkerung würden so für die Anliegen des Jugendschutzes sensibilisiert.

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