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Als Besetzer einen Polizisten kochten

Vor zwanzig Jahren erschien ein Splattermovie namens «Blutgeil». Der Zürcher Justizapparat lief heiss, verhängte Bussen, Gefängnis – und es kam zum «Blutbad von Urdorf». Nun soll der Film auf DVD erscheinen.

War in den 1990er-Jahren ein Skandal: Ausschnitt aus «Blutgeil».

Es war grausam absurd: 25 trashige Filmminuten, 1993 realisiert für 1500 Stutz, beschäftigten die Zürcher Justiz mehr als zehn Jahre lang – und verursachten geschätzte Kosten von einer halben Million Franken!

Der besagte Film hiess «Blutgeil», die Regisseure und Hauptdarsteller nannten sich Seelenlos und Ärger, sie stammten aus dem Umfeld der Wohlgroth-Besetzer, jener Kultur- und Illusionsinsel unweit des Hauptbahnhofs, die im September 1993 von der Polizei zwangsgeräumt wurde. Die Story handelte von den Polizisten Adolf Wichser (dargestellt von Seelenlos) und Hermann Spiesser (Ärger), die gegen die Hausbesetzerszene, die 21 ihrer Beamtenkollegen in die Luft gesprengt hatte, einen Rachefeldzug antraten.

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