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Fall Seefeld: Alle Fakten auf den Tisch

2014 hatte der Gutachter bei Tobias Kuster noch eine «moderat bis deutlich erhöhte» Rückfallgefahr auch für Delikte gegen Leib und Leben prognostiziert. Was ist passiert?

Im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt im Zürcher Seefeld fahndet die Polizei seit dem 2. Juli öffentlich nach einem Mann. Es handelt sich um einen Straftäter, der am 23. Juni aus einem unbegleiteten Urlaub nicht in die Strafanstalt Pöschwies zurückkehrte. Doch davon erfuhr die Öffentlichkeit nichts. Zwei ­Fragen stellen sich nun: Warum hatte der Mann Hafturlaub? Und warum wurde die Öffentlichkeit über die Flucht nicht informiert?

Die zweite Frage ist einfach zu beantworten: Wenn das Amt für Justizvollzug (JUV) bei der Urlaubsgewährung davon ausging, dass keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestand, musste die Bevölkerung weder informiert noch gewarnt werden. Dies wurde in vergleichbaren Fällen – bei Tätern, die mehrere Tage wegblieben – auch nicht gemacht.

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