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Ackermann übt Selbstkritik

Der Ex-Bankenchef ­plädiert für mehr Fairness und Engagement.

Das Thema von Josef Ackermanns Vortrag am «Tages-Anzeiger»-Meeting war die «Entfremdung zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft». Der einstige Chef der Deutschen Bank und kurzzeitiger Verwaltungsratspräsident des Zürich-Versicherungs-Konzerns bestätigte die oft geäusserte Wahrnehmung einer allgemeinen Verunsicherung in der Schweiz. Die Entfremdung der Bevölkerung gegenüber den Eliten gehe auch auf das Versagen von Letzteren zurück. Als Beispiel dafür nannte er selbstkritisch den Vertrauensverlust, den sich seine eigene Branche, der Finanzsektor, in den vergangenen Jahren zuschulden kommen liess. Doch ganz generell hätten sich Wirtschaft und Politik in der Schweiz im Krisenmanagement schlecht bewährt.

Die festgestellte Entfremdung und der Vertrauensverlust gehen laut Ackermann auch auf ein verbreitetes Gefühl zurück, Fairness spiele eine immer geringere Rolle, und ein nationaler Konsens sei in der Schweiz in vielen Fragen abhandengekommen.

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