«Ich will Shaqiri»

Heute startete der Verkauf der Panini-Bilder zur Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Bei den Jungen ist Shaqiri besonders beliebt – doch einer ist «cooler».

Die Panini-Saison ist eröffnet: Noch fehlen viele Bilder, dies wird sich aber bis zum WM-Start sicher ändern.

Die Panini-Saison ist eröffnet: Noch fehlen viele Bilder, dies wird sich aber bis zum WM-Start sicher ändern.

(Bild: Pia Wertheimer)

Seit heute werden an Schweizer Kiosken wieder Panini-Bilder verkauft. Auch wenn die Fussball-Weltmeisterschaft 2014 erst am 12. Juni losgeht, ist der Andrang auf die Sammelbilder bereits nach wenigen Stunden sehr gross.

«Wir verkaufen erst seit einigen Stunden und haben schon sehr viele Bilder verkauft», sagt eine Mitarbeiterin am Kiosk beim Durchgang zur Sihlpost des Hauptbahnhofs. «Im Moment sind es aber vor allem Mütter und Väter, welche die Bilder für ihre Kinder kaufen.» Manche leisten sich gleich eine ganze Box, welche 100 Päckchen beinhaltet.

Das Panini-Phänomen fasziniert

Ein junger Deutscher schielt auf die Panini-Boxen, welche an jedem Kiosk zuvorderst präsentiert werden. «Heute sammle ich nicht mehr», sagt Hannes, Doktorand an der ETH. Aber das Panini-Phänomen fasziniere ihn immer noch. «Als ich klein war, habe ich die Bilder gesammelt. Als Erstes wollte ich natürlich die deutsche Mannschaft komplett haben – das war das Wichtigste.» Aber wenn man erst mal angefangen habe, wolle man die Sticker aller Spieler besitzen.

«Ich glaube, dass das Interesse heute nicht mehr so gross ist wie früher», sagt der 28-Jährige. «Der Reiz bestand vor allem darin, dass man alle Spieler einem Gesicht zuordnen konnte.» Heute habe sich das bestimmt geändert, da man die Spieler ohne Probleme im Internet finden könne.

Schweizer Spieler sind beliebt

Auch der Kiosk am Ende von Gleis 3 verkauft die Sammelbilder wie warme Semmeln. «Wir haben heute Morgen innerhalb von einer Stunde über 300 Pakete verkauft», sagt ein Angestellter des Kiosks. «Darunter zwei Boxen.» Auch hier sind es vor allem junge Eltern, die sich auf die Bilder stürzen. «Aber vielleicht ist das auch nur eine Ausrede – ich glaube, viele schieben ihre Kinder dafür vor», scherzt der Kioskverkäufer. Welche Bilder in diesem Jahr beliebt sein werden, kann der junge Mann noch nicht sagen. Aber bestimmt würden die Spieler der Schweizer Elf begehrt sein.

«Ich will Shaqiri», ruft ein Schüler, welcher gerade mit seiner Schulklasse unterwegs ist. «Nein, Messi», meldet sich ein anderer. Der sei «denk viel cooler». Getauscht werde in der Schule. Oder mit den Geschwistern. Hauptsache das ganze Heft wird voll. Bis zum WM-Start geht es zwar noch einige Wochen. Aber die Zeit wird durch das Einkleben und Sammeln bestimmt verkürzt.

DerBund.ch/Newsnet

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