Die grosse Fussballnacht

Die Schweizer Nationalmannschaft tritt heute gegen den haushohen Favoriten Frankreich an. In Zürich sind Public Viewings und Polizei gerüstet – auch für einen Sieg.

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Jvo Cukas

Wenn heute um 21 Uhr das Spiel zwischen der Schweizer Nationalmannschaft und der Equipe tricolore im brasilianischen Salvador angepfiffen wird, blickt wohl fast jeder Zürcher auf einen grösseren oder kleineren Bildschirm und fiebert mit.

Kein Wunder, sind die beiden grössten Public Viewings der Stadt bereits für einen Grossansturm gerüstet. In der Europaallee sind bereits alle 1000 Tickets für die Tribüne ausverkauft. Die 4000 Gratisplätze sind ebenfalls begehrt. «Wir empfehlen, bereits während des ersten Spiels des Abends zu kommen, um einen Platz zu ergattern», erklärt Robert Rosanis, Projektleiter des Veranstalters Henris Catering. Zwar würden die Zugänge zum Areal nach dem Match zwischen Italien und Costa Rica geöffnet. «Vielleicht bleiben die Zuschauer aber gleich für das Spiel der Schweizer.»

Besondere Aktivitäten sind in der Europaallee nicht geplant – auch im Falle eines Sieges. «Dies lässt unsere Bewilligung nicht zu, aber wir sind nahe zur Langstrasse gelegen, wo man weiterfeiern kann», erklärt Rosanis.

Bei Sieg der Schweiz ein Gratisbier

Anders im Maag-Areal, wo Gastronom Rolf Hiltl bis zu 5000 Gäste bewirten kann. Dort moderiert Jonathan «Jontsch» Schächter einen Live-Talk zum Match mit den ehemaligen Nationalspielern David Degen und Ciriaco Sforza. Auch an die französischen Fans wird gedacht: Für sie steht eigens das Aperitif-Getränk Lillet auf der Karte, ein französisches Wein-Fruchtlikör-Gemisch. «Für die Schweizer gibt es Bratwurst und Bier», sagt Hiltl. Mit Verweis darauf, dass die Bratwürste im Outdoor-Bereich durch das Maag-Team grilliert werden.

Auch auf dem Maag-Areal werden viele Besucher erwartet. Laut Hiltl macht es Sinn, bereits um 20 Uhr oder vor dem ersten Spiel des Abends vorbeizukommen, um sich einen Platz zu sichern. Wenige Tickets für die verschiedenen VIP-Pakete sind aber noch zu haben. Nach dem Spiel wird auf dem Maag-Areal mit DJ gefeiert, «umso mehr, wenn die Schweizer gewinnen», sagt Hiltl. Und er hat sich für diesen Fall ein Besonderes Extra ausgedacht: «Bei einem Sieg der hiesigen Nationalmannschaft bekommt jeder Gast nach dem Schlusspfiff ein Gratisbier oder -Softdrink.»

Auch wenn es zum Triumph gegen Frankreich kommen sollte: Polizeivorsteher Richard Wolff hat keine Freinacht für Zürich bewilligt. Die Polizei ist gewappnet, sollten die Fans die Feierlaune übertreiben. «Wir greifen dort ein, wo die Sicherheit gefährdet oder der Lärmpegel unzumutbar ist», erklärt Marco Bisa, Sprecher der Stadtpolizei. Ein Augenmerk legt die Polizei dabei auf allfällige Autokorsos nach dem Spielende. Bisa appelliert an die Fans, «die Autos abzustellen und dann zu feiern». Besondere Massnahmen seien derzeit nicht geplant und würden situativ entschieden. So könne es bei einem grossen Ansturm auf die Langstrasse zum Beispiel zu deren Sperrung kommen.

DerBund.ch/Newsnet

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