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SBB so unpünktlich wie schon lange nicht mehr

Gemäss internen Statistiken waren mehrere S-Bahn-Linien 2013 so oft verspätet wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die SBB wollen diesen Zahlen allerdings keine Bedeutung zumessen.

Warten auf den Zug: Passagiere am Bahnhof Bern (November 2013).
Warten auf den Zug: Passagiere am Bahnhof Bern (November 2013).
Peter Klaunzer, Keystone

Die Zürcher S-Bahnen waren im Jahr 2013 so unpünktlich wie seit zehn Jahren nicht mehr. Dies berichtet die «Schweiz am Sonntag» mit Verweis auf interne Dokumente der SBB. Mit der S5, der S6, der S9 und der S14 hätten vier Linien die Pünktlichkeitsvorgaben über das ganze Jahr hindurch nicht erreicht. Ein Jahr zuvor seien es zwei Linien gewesen, zwischen 2007 und 2011 nur eine oder keine.

Die S5 durch das Zürcher Oberland war zudem im Jahr 2013 so unpünktlich wie keine Linie in den letzten zehn Jahren mehr, schreibt das Blatt. Auch sechs weitere Linien erzielten ihren schlechtesten Wert seit 2003. Eine SBB-Sprecherin sagt gegenüber der «Schweiz am Sonntag», es handle sich bei den Zahlen um interne Statistiken für die Abteilung Betrieb, die nicht mit der ZVV-Messung übereinstimmten und «keine Messrelevanz» hätten. Darüber hinaus kommentierten die SBB interne Dokumente nicht.

Gleise in schlechtem Zustand

Seit dem vergangenen September seien die Zürcher S-Bahnen aber wieder deutlich pünktlicher unterwegs. Die SBB bezeichnen gemäss dem Bericht die vier Bahnhöfe Stettbach, Stadelhofen, Museumstrasse und Hardbrücke im Kernnetz der Zürcher S-Bahn als «kritische Anlagen», an denen etwa wegen zu geringer Kapazitäten Unpünktlichkeit entstehe. Auch die Gleise seien in schlechtem Zustand.

«Die Anzahl der entdeckten Schienenfehler hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen, was auf eine Verschlechterung des Schienenzustandes hindeutet», zitiert die Zeitung den SBB-Netzzustandsbericht. Die SBB bezifferten darin den Nachholbedarf im Bereich «Fahrbahn» auf mittlerweile 1,3 Milliarden Franken auf 600 Kilometern.

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