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«ZH 987» ist zu haben

Nächste Woche gehts los: Erstmals versteigert Zürich Autoschilder mit Nummern unter «ZH 1000». Das könnte ins Geld gehen.

Das ist die erste dreistellige ZH-Nummer ohne «U». «ZH 987» ist ab dem 22. März zu ersteigern.
Das ist die erste dreistellige ZH-Nummer ohne «U». «ZH 987» ist ab dem 22. März zu ersteigern.

Das Zürcher Strassenverkehrsamt startet seine angekündigte Auktion für Autonummern unter «ZH 1000». Bis Ende Jahr wird «eine Handvoll» Kontrollschilder zwischen «ZH 700» bis «ZH 999» versteigert, wie Sprecher Severin Toberer sagt. Welche genau oder ob zum Beispiel «ZH 999» oder «ZH 888» darunter sind, will er nicht verraten.

Den Anfang macht «ZH 987». Dieses Schild kann vom 22. bis 28. Märzonline ersteigert werden. Das Mindestgebot beträgt 4000 Franken, und der kleinste Erhöhungsschritt ist 400 Franken. Toberer will keine Prognose oder Erwartung abgeben, wie hoch der Erlös sein könnte. «Wir haben mit dreistelligen Nummern schlicht keine Erfahrung», sagt er.

Über 100'000 Franken?

Wer auf einen hohen fünfstelligen oder gar einen sechsstelligen Betrag tippt, liegt wohl nicht daneben. Für die bisher tiefste Nummer «ZH 1000» blätterte ein Autofahrer 1998 immerhin 131'000 Franken hin.

Ob dereinst auch «ZH 1» unter den Hammer kommt, ist noch unklar. Gemäss Severin Toberer will das Strassenverkehrsamt zunächst Erfahrungen sammeln. Ende Jahr entscheidet es, ob weitere Nummern unter den Hammer kommen. Was jetzt schon sicher sei: «Nummern unter 100 werden wir in den nächsten Jahren nicht in die Auktion geben.»

Nummern-Versteigerungen gibt es in Zürich seit 1995, seit 2006 finden die Autionen online statt. Der jährliche Erlös von rund 2,5 Millionen Franken fliesst in die Staatskasse. Die ZH-Kontrollschilder mit Nummern zwischen 1 und 1000 waren bis heute Autohändlern vorbehalten und mit einem «U» versehen. Das Strassenverkehrsamt versteigert jetzt nur jene Nummern, die nicht von einem Händler besetzt sind. Es wird also keine Konfusion zwischen «ZH 987» und «ZH 987 U» geben. Letztere ist nicht vergeben.

Kanton änderte Politik

Bis jetzt hatte der Kanton Zürich die Nummern unter 1000 zurückbehalten. Der Regierungsrat befürchtete, dass die Einnahmen für Schilder mit vier- und fünfstelligen Nummern einbrechen. Das brachte ihm Kritik aus dem Kantonsrat ein. Thomas Vogel (FDP) hatte 2013 einen Vorstoss unter dem Titel «Das Geld liegt auf der Strasse» eingereicht, vorläufig ohne Erfolg.

Ende Januar dieses Jahres schwenkte Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) um und kündigte die Versteigerung von tiefstelligen Nummern an. Portionenweise soll eine dreistellige Anzahl von Nummern zwischen «ZH 1» und «ZH 999» auf den Markt kommen, sagte er gegenüber Redaktion Tamedia.

Das freute Thomas Vogel, der von einer Win-win-Situation sprach: «Der Staat erzielt mit minimalem Aufwand einen maximalen Erfolg.» Er hat viele positive Reaktionen erhalten. Zahlreiche Autofahrer seien bereit, grosse Beträge zu zahlen, hat er festgestellt. «Der Markt existiert, Millionen liegen brach.»

233'000 Franken für «ZG 10»

Andere Kantone haben den «Jackpot» schon vergeben und ihre 1-Nummern versteigert. «SG 1» – und übrigens auch «TI 10» – brachten 135'000 Franken ein, «VS 1» ging vor einem Jahr für 160'100 Franken weg.

Der Rekord ist allerdings noch ganz jung. Mitte Februar zahlte ein anonymer Bieter 233'000 Franken für «ZG 10». Der Kanton Zug bringt – ebenfalls am 22. März – die Nummern «ZG 13», «ZG 40» und «ZG 95» auf den Markt.

So viel gäben Zürcher für spezielle Autonummern aus:

«30'000 Franken würde ich schon bezahlen»: Die Umfrage zum Gadget am Auto.

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