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Wilder Osten auf Zürichs Baustellen

Mit tiefen Löhnen und Scheinselbstständigen unterbieten osteuropäische Firmen einheimische Betriebe. Dies will die Unia mit der Lohndumping-Initiative stoppen.

Faire Löhne: Protestaktion der Unia in Zürich (10. November 2015).
Faire Löhne: Protestaktion der Unia in Zürich (10. November 2015).
Doris Fanconi

Auf Schweizer Baustellen geht es zu wie beim Turmbau zu Babel. Wo früher vor allem Italiener und Jugoslawen schufteten, ist heute ein knappes Dutzend Sprachen zu hören. Neu dazugekommen sind vor allem osteuropäische Sprachen wie Polnisch, Ungarisch, Rumänisch, Tschechisch und Bulgarisch. Viele dieser Arbeiter im Bau- und Baunebengewerbe wohnen nicht in der Schweiz, sondern wurden von ihren deutschen oder osteuropäischen Firmen «entsandt». Im Jahr 2014 zählte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) auf Schweizer Baustellen rund 40 000 entsandte Gipser, Maler, Elektriker, Metallbauer, Fassadenbauer und so weiter. Ihre Arbeitgeber sind keine Schweizer Firmen, sondern Subunternehmer oder Subsubunternehmer, die anstelle anderer Firmen Teilarbeiten ausführen.

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