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Überraschung am Flughafenzoll

Wegen Ungereimtheiten bei einer vermeintlichen Lieferung von Maschinenteilen haben die Grenzwächter zwei Kisten untersucht – und machten dabei eine aussergewöhnliche Entdeckung.

Bären statt Maschinenteile: Die Zöllner entdeckten am 21. März zwei ausgestopfte Tiere in einer Lieferung aus den USA.
Bären statt Maschinenteile: Die Zöllner entdeckten am 21. März zwei ausgestopfte Tiere in einer Lieferung aus den USA.
EZV

Die Kisten sind allein schon ihrer Grösse wegen ungewöhnlich. Der Inhalt war es ebenfalls: Statt der deklarierten Maschinenteile fanden die Zollbeamten darin zwei ausgestopfte Braunbären – einer auf allen vieren stehend, der andere in aufgerichteter Pose.

Laut einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) von heute Mittwoch stammte die Sendung aus den USA und war für ein Unternehmen in der Schweiz bestimmt. «Maschinenteile werden relativ oft über den Flughafen Zürich in die Schweiz eingeführt. Bei dieser Sendung sind uns allerdings widersprüchliche Angaben in den Unterlagen aufgefallen, deshalb sind wir der Sache nachgegangen», erklärt der Stellvertretende Zollstellenleiter Zürich Flughafen, Miroslaw Ritschard.

Die Bären bleiben beim Bund

Bären sind im Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) aufgeführt, welches auch die Schweiz ratifiziert hat. Das Abkommen hat zum Ziel, den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu kontrollieren und einzudämmen. «Für die Einfuhr solcher Waren braucht es eine Bewilligung – auch für die Ausfuhr. Diese lagen nicht vor. Der Zoll geht davon aus, dass bewusst falsche Angaben über den Inhalt der Kisten gemacht wurden», sagt Ritschard.

Über das weitere Vorgehen im Fall und über eine allfällige Busse entscheidet nun das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Aufgrund des laufenden Verfahrens kann Ritschard keine Angaben über den Empfänger machen. «Er wird die Bären aber sicher nicht erhalten. Sie wurden vom BLV beschlagnahmt und eingelagert.»

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