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Swiss-Jet kollidierte fast mit Gleitschirm

Ein Gleitschirmpilot flog 400 Meter zu hoch im Luftraum um den Flughafen Zürich, als ihm ein Jumbolino der Swiss entgegenkam. Nur knapp kam es nicht zu einem Zusammenstoss.

Die Luftraumverletzung des Gleitschirmpiloten hatte Folgen: Ein Avro RJ Jumbolino im Landeanflug auf den Flughafen Zürich-Kloten. (Archivbild)
Die Luftraumverletzung des Gleitschirmpiloten hatte Folgen: Ein Avro RJ Jumbolino im Landeanflug auf den Flughafen Zürich-Kloten. (Archivbild)
Keystone

Ein Sportler wollte am 8. Mai 2013 mit seinem Gleitschirm die über 100 Kilometer lange Strecke vom Schweizer Jura ins süddeutsche Städtchen Villingen-Schwenningen fliegen. Dabei vergass er gemäss dem Onlinemagazin «Aerotelegraph» alle Regeln, denn er flog rund 400 Meter zu hoch – was verheerende Folgen hätte haben können.

Auf einer Höhe von 5500 Fuss beginnt um den Flughafen Zürich der Luftraum C. Er reicht bis nach Süddeutschland. Ohne die Genehmigung der Schweizer Luftaufsicht Skyguide darf er nicht benutzt werden. Obwohl der Gleitschirm keine hatte, kletterte er gemäss Aerotelegraph bis auf 6800 Fuss (2070 Meter) hoch. Während der Gleitschirmpilot in der Luft glitt, leitete die Crew einer Avro RJ 100 von Swiss den Anflug auf den Flughafen Zürich ein.

«Massive Luftraumverletzung»

Als die Piloten um 16.19 Uhr über Süddeutschland auf den Flughafen zuflogen, kam ihnen plötzlich der Gleitschirmpilot entgegen. Nur knapp flogen der Jet und der Sportler aneinander vorbei: Gemäss einem neuen Bericht der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) betrug der Abstand zwischen den beiden nur 50 bis 100 Meter horizontal und 15 bis 30 Meter vertikal.

Das beunruhigt die Gleitschirmszene: Der Deutsche Hängegleiterverband nennt den Vorfall eine «massive Luftraumverletzung» und befürchtet schärfere Regeln für seine Mitglieder. «Eine Luftraumverletzung ist eine Straftat und kein Kavaliersdelikt», findet auch der Flieger-Club Achental.

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