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Zürcher SVP-Mann schockiert mit rassistischem Video

«Du Scheiss-Neger»: SVP-Politiker Christian Klambaur aus Rüti ZH hat ein rassistisches Video verbreitet – und bereut es nun.

Der «Asylbewerber» wird in den Abgrund gestossen: Szene aus dem Film «300», der von den Perserkriegen handelt, auf der Facebook-Seite von Christian Klambaur. Speziell ist die Vertonung.
Der «Asylbewerber» wird in den Abgrund gestossen: Szene aus dem Film «300», der von den Perserkriegen handelt, auf der Facebook-Seite von Christian Klambaur. Speziell ist die Vertonung.
Screenshot blick.ch

Es ist ein Ausschnitt aus dem Monumentalfilm «300», der neu vertont wurde: «Ich brauche jetzt Asyl», sagt ein Dunkelhäutiger, und der Spartanische Krieger antwortet: «Sicher nicht in Bubikon.» Und mit den Worten «Du Scheiss-Neger» stösst ihn der Spartaner in den Abgrund.

Dieses Video hat Christian Klambaur auf seiner Facebook-Seite gepostet. Das Vorstandsmitglied der SVP Rüti bereut es in einer ersten Stellungsnahme nicht: «Ich finde das witzig, man darf doch auch mal über ein ernstes Thema ein Gschpässli machen», sagt er zum «Blick».

«Als privat gedacht»

Inhaltlich stehe er zum Video, betont er gegenüber der Zeitung. Gepostet habe er es aber nicht selbst. Er habe das Video von einem Kollegen erhalten und irgendwie sei es auf seiner Seite gelandet. «Ich komme mit diesem Facebook auch nicht recht draus», so Klambaur.

Für Redaktion Tamedia war Klambaur den ganzen Tag nicht erreichbar. Inzwischen hat er das Video von seiner Facebook-Seite entfernt – und sich entschuldigt. «Mir ist ein Missgeschick unterlaufen. Ich distanziere mich von jeglichem rassistischen Inhalt», schreibt Klambaur.

SVP distanziert sich

Wenig Freude am Post von Christian Klambaur hatte Rolf Tremp. Der Präsident der SVP Rüti kündigte gegenüber dem «Blick» an: «Ich werde ihn mir zur Brust nehmen, so etwas geht sicher nicht. Wir distanzieren uns als Partei von diesen Äusserungen.»

Aus dem Vorstand schliessen könne er Klambaur, der selbst einmal Präsident der Rütner SVP-Sektion war, aber nicht. Klambaur, der auf Facebook mit zahlreichen prominenten kantonalen wie nationalen SVP-Mitgliedern befreundet ist, trete ohnehin im Februar zurück.

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