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Stefanini-Stiftung: Aufsicht weist Gesuch ab

Die Stiftungsaufsicht verweigert der Stiftung von Immobilienkönig Bruno Stefanini eine Statutenänderung. Damit entscheidet die Behörde im Sinne der Nachkommen.

Glaubt, dass ihr Vater seine Funktionen nicht mehr wahrnehmen kann: Bettina Stefanini. (Archivbild)
Glaubt, dass ihr Vater seine Funktionen nicht mehr wahrnehmen kann: Bettina Stefanini. (Archivbild)
Reto Oeschger

Die Eidgenössische Stiftungsaufsicht verweigert der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) des Winterthurer Immobilienkönigs Bruno Stefanini die Änderung der Statuten. Damit bleiben die bestehenden Statuten aus dem Jahre 1980 vorerst unverändert in Kraft.

Die Stiftungsaufsicht habe ihren Entscheid nach einlässlicher Prüfung des Gesuchs und nach Anhörung der Nachkommen von Bruno Stefanini im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs getroffen, teilte die Behörde am Abend mit.

Begründet wird die Abweisung des Gesuchs damit, dass die beantragte Streichung des Ernennungsrechts des Stifters mit der Nachfolgeregelung für den Fall, dass dieser auf Grund seines Gesundheitszustandes dazu nicht mehr im Stande wäre, als eine wesentliche organisatorische Statutenänderung qualifiziert wird.

Konzept muss eingereicht werden

Mit dem Entscheid der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht wird deren superprovisorische Verfügung vom 8. Januar 2015 mit Wirkung per 26. Januar 2015 aufgehoben. Die SKKG muss der Stiftungsaufsicht bis Ende April 2015 ein Konzept einreichen, aus dem hervorgeht, mit welchen Mitteln und in welchem Umfang sie die Archivierung und Inventarisierung fortführen und gewährleisten will und welche organisatorischen Massnahmen eingeleitet worden sind, um diese Ziele zu erreichen.

Die Nachkommen von Bruno Stefanini sind der Ansicht, dass ihr 90-jähriger und gesundheitlich schwer angeschlagener Vater seine Funktionen nicht mehr wahrnehmen kann, wie sie an einer Medienkonferenz im vergangenen Herbst ausführten.

Stefaninis Sammlung umfasst weit über 100'000 Objekte, darunter auch solche bedeutender Künstler und historischer Figuren. Rund 8000 davon sind inventarisiert. Viele sind auch unsachgemäss in verschiedenen Liegenschaften gelagert.

(SDA)

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