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So schön sah der Meteorschauer vom Uetliberg aus

Die Vorhersage hat nicht enttäuscht: Von Zürichs Hausberg aus waren zu Spitzenzeiten Sternschnuppen im Minutentakt zu sehen.

Sie haben den Meteorstrom der Perseiden nicht gesehen? Dann schauen Sie hier. Video: Tamedia

In der Nacht auf Montag sahen Nachtschwärmer aussergewöhnlich viele Sternschnuppen über den Himmel huschen: Der Meteorstrom der Perseiden, die alljährlich Mitte August gehäuft am Nachthimmel auftreten, erreichte seinen Höhepunkt. Das im Vorfeld angekündigte Spektakel lockte auch in Zürich viele Menschen auf den Uetliberg.

Auch anderswo war der Meteorschauer gut sichtbar: eine Aufnahme aus der Nähe von Mitzpe Ramon in Südisrael. (13. August 2018)
Auch anderswo war der Meteorschauer gut sichtbar: eine Aufnahme aus der Nähe von Mitzpe Ramon in Südisrael. (13. August 2018)
Amir Cohen, Reuters
In der Hängematte in der ersten Reihe: Eine Frau schaut sich das Naturspektakel im mazedonischen Kozjak an. (13. August 2018)
In der Hängematte in der ersten Reihe: Eine Frau schaut sich das Naturspektakel im mazedonischen Kozjak an. (13. August 2018)
Ognen Teofilovski, Reuters
Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nicht einmal stecknadelkopfgrossen Partikel mit fast 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – also mit nahezu 216'000 Kilometern pro Stunde. (Eine weitere Aufnahme aus St. Antönien)
Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nicht einmal stecknadelkopfgrossen Partikel mit fast 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – also mit nahezu 216'000 Kilometern pro Stunde. (Eine weitere Aufnahme aus St. Antönien)
Gian Ehrenzeller, Keystone
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Eine besondere Ausrüstung brauchten Himmelsgucker für die Beobachtung der Perseiden nicht. Ein Paar machte es sich mit einer Isomatte bequem, und eine Gruppe junger Erwachsener lag kurzerhand auf den Boden.

Auch nach Mitternacht (und dem letzten Zug) schaute beim Aussichtspunkt noch immer rund ein Dutzend Leute in den Himmel. Darunter war auch eine Handvoll Fotografen, die die Belichtungszeiten und Lichtempfindlichkeiten ihrer Kameras justierten und mit Taschenlampen die Vordergründe ihrer Fotos ausleuchteten.

Eine Sternschnuppe über Zürich: Zu Spitzenzeiten waren auf dem Uetliberg Sternschnuppen im Minutentakt zu sehen. (13. August 2018) Bild: Silvan Betschart
Eine Sternschnuppe über Zürich: Zu Spitzenzeiten waren auf dem Uetliberg Sternschnuppen im Minutentakt zu sehen. (13. August 2018) Bild: Silvan Betschart

Fachleute rechneten bereits im Vorfeld mit zwischen sechzig und hundert Sternschnuppen pro Stunde. Zu Spitzenzeiten fielen die Perseiden auf dem Uetliberg tatsächlich im Minutentakt. Während der Flauten waren dann aber auch wieder minutenlang keine Sternschnuppen zu sehen.

216’000 km/h schnell

Ihren Namen haben die Perseiden, weil sie wie erwähnt scheinbar dem Sternbild Perseus entspringen. Dort liegt ihr Radiant, wie Astronomen den scheinbaren Ausgangspunkt von Meteorströmen nennen. In Wahrheit kommen die Perseiden aber aus unserem Sonnensystem: Auf seiner Bahn kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Reise um unser Zentralgestirn zurückliess.

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nicht einmal stecknadelkopfgrossen Partikel mit fast 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – also mit nahezu 216’000 Kilometern pro Stunde. In einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.

Die grösseren Meteore leuchten beim Verglühen in der Erdatmosphäre so stark wie helle Sterne und Planeten. Noch heller, aber auch entsprechend seltener sind die sogenannten Feuerkugeln oder Boliden. Diese spektakulären Meteore ziehen oft einen farbig nachglühenden Schweif hinter sich her.

AFP/mch

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