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Shivan M. ist polizeilich bekannt

Der mutmassliche Messerstecher vom Kaufleuten fiel schon mehrfach polizeilich auf. Seine Mutter kann die Tat dennoch nicht fassen.

Soll zehnmal zugestochen haben: Der gesuchte Shivan M. (Bild: Kantonspolizei Zürich)
Soll zehnmal zugestochen haben: Der gesuchte Shivan M. (Bild: Kantonspolizei Zürich)

Shivan M., der am vergangenen Sonntagmorgen mutmasslich zwei Brüder mit einem Messer angriff und dabei einen tödlich verletzte, soll bei der Gewalttat zehnmal zugestochen haben. Dies sagt der Vater der Opfer gegenüber «Blick». Der 23-Jährige, der noch am Tatort verstarb, soll insgesamt sieben Stichwunden aufweisen, sein 20-jähriger Bruder wurde dreimal getroffen. Er ist mittlerweile ausser Lebensgefahr.

Die Mutter von Shivan M. kann nicht glauben, dass ihr Sohn zu einer derartigen Tat fähig ist. Zudem sagt sie «Blick» klar, dass ihr Sohn nie ein Messer bei sich habe und nie Probleme gemacht hätte. Gesehen hat sie ihn seit vergangenem Samstag nicht mehr. Damals machte er sich zu Hause für den Ausgang bereit.

Kollegen sprechen von Notwehr

Auch Kollegen von M. unterstützen den Flüchtigen: Gegenüber «20 Minuten» geben sie an, M. sei von seinen späteren Opfern und deren Kollegen zusammengeschlagen worden und hätte wohl aus Notwehr zum Messer gegriffen. Sie können sich aber kaum vorstellen, dass ihm die Waffe gehörte. Auch dass er wirklich der Täter war, können sie kaum glauben: «Er war von allen der Anständigste.»

Dennoch war M. bereits polizeilich bekannt. «Wir hatten schon mehrmals mit ihm zu tun. Es ging um Streitereien», gibt die Kantonspolizei gegenüber «Blick» bekannt. Laut Aussagen seiner Mutter in «20 Minuten» habe er einmal einen Autounfall gehabt. Zudem sei ihm vorgeworfen worden, an einer Schlägerei beteiligt gewesen zu sein. Davon habe man ihn aber entlastet.

Zusammen mit seinen Eltern flüchtete Shivan M. als 11-Jähriger in die Schweiz. Nach seinem Schulabschluss begann er eine Lehre als Heizungsinstallateur, welche er aber wegen schlechter Schulnoten abbrechen musste. Seither war er als Service-Angestellter im Spuntino im Zürcher Hauptbahnhof tätig. Zu seiner Schicht am Sonntagabend war er nicht erschienen.

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