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Neues Buch entlarvt Jürg Jegges Therapiekonzept

Zum ersten Mal besprechen Fachleute den Bestseller «Dummheit ist lernbar» aus den Siebzigerjahren. Das Sachbuch ist so entlarvend wie erschreckend.

Das Buch von Jürg Jegge mauserte sich nach seiner Veröffentlichung 1976 zum Standardwerk. Foto: Keystone
Das Buch von Jürg Jegge mauserte sich nach seiner Veröffentlichung 1976 zum Standardwerk. Foto: Keystone

Man stelle sich vor: Da schreibt ein Lehrer eine wütende Streitschrift gegen die Volksschule, die er als unterdrückend darstellt, als eine Art Anstalt, die Kinder, ganz besonders solche aus sozial schwachen Familien, verbiegt und zerstört. Er ist der Einzige, der mit diesen kaputten Kindern arbeiten und sie therapieren kann. Als Beweis dienen einzig Erfahrungsberichte von Schülern. Das Buch wird ein riesiger Erfolg, es erhält nur positive Kritiken, mausert sich zum Standardwerk. Keiner fragt je: Welchen Hintergrund hat der Mann? Sind diese Schülerberichte, sind die Erfolgsstorys überhaupt authen­tisch? Und: Sind die Thesen darin aus wissenschaftlicher Sicht haltbar?

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