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Neonazis ziehen durch Hombrechtikon

Über 50 dunkel gekleidete Männer marschierten durch die Strassen von Hombrechtikon. Mit Fackeln und Transparenten erinnerten sie an die Bombardierung von Dresden von 1945.

Finsterer Aufmarsch: Durch die Zürcher Gemeinde Hombrechtikon zogen 50 Rechtsextreme.
Finsterer Aufmarsch: Durch die Zürcher Gemeinde Hombrechtikon zogen 50 Rechtsextreme.

Schweigend zogen über 50 Rechtsextreme am Montag durch die Strassen Hombrechtikons. Die dunkel gekleideten Männer trugen Fackeln. Sie trugen ein grosses Transparent mit der Inschrift: «Kein Vergeben, kein Vergessen, 13. Februar 1945.» An diesem Tag hatten die Alliierten die deutsche Stadt Dresden bombardiert, bis zu 25'000 Menschen kamen dabei um.

Wie ein Anwohner, der den Umzug beobachtet hatte, gegenüber der Pendlerzeitung «20 Minuten» sagt, seien die Teilnehmer des Umzugs zwischen 20 und 30 Jahre alt gewesen.

Anonym Bilder verschickt

Laut der Gratiszeitung hatten weder die Gemeinde noch die Kantonspolizei Kenntnis von diesem Aufmarsch. Die unbekannten Organisatoren hatten demnach keine Bewilligung dafür. Für Gemeindepräsident Max Bauer (FDP) ist unklar, warum sich die Rechtsextremen gerade sein Dorf für ihren Umzug ausgesucht haben. Er räumt aber gegenüber «20 Minuten» ein, dass es in der Gemeinde vor einigen Jahren zu Problemen mit jungen Neonazis gekommen sei.

Offenbar sind die Teilnehmer den Umgang mit Medien gewohnt: Die Redaktion der Pendlerzeitung hat in den Tagen nach dem Umzug von einem anonymen Absender Bilder der Veranstaltung erhalten und daraufhin veröffentlicht.

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