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Kleines Budget – «dramatische» Situation

Die Wohnungsnot in der Stadt trifft vor allem die Familien hart. Die Stiftung Domicil will dagegen ankämpfen, indem sie den Vermietern den Zins garantiert.

In Zürich eine Rarität: Bezahlbare Wohnungen.
In Zürich eine Rarität: Bezahlbare Wohnungen.
Keystone

Die Stiftung Domicil hat im letzten Jahr in Zürich 120 günstige Wohnungen an Menschen vermittelt, die wenig Chancen auf dem Wohnungsmarkt haben. 174 Erwachsene und 143 Kinder hätten dadurch ein neues Zuhause gefunden, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag zum Jahresbericht 2011.

Die Wohnungssituation in Zürich sei bereits für den Mittelstand «angespannt bis schwierig», für Menschen mit kleinem Budget werde sie «zusehends dramatisch», schreibt Domicil. Besondere Sorgen mache sich die Stiftung um Familien, vor allem um die Working Poor, die trotz Erwerbstätigkeit an der Armutsgrenze leben.

465 Franken Miete pro Zimmer

Dass 120 Wohnungen vermittelt werden konnten, sei ein Erfolg. Es sind mehr als in den Vorjahren. 75 der neuen Mietverträge wurden mit Immobilienfirmen oder privaten Vermietern abgeschlossen, 45 mit Baugenossenschaften, Stiftungen oder der städtischen Liegenschaftenverwaltung.

In den vermittelten Wohnungen müssen pro Zimmer im Durchschnitt 456 Franken Miete bezahlt werden. In ihren alten Wohnungen hatten die Mieter im Durchschnitt 661 Franken pro Zimmer zahlen müssen.

Der grosse Trumpf von Domicil im Kampf um bezahlbaren Wohnraum für finanziell schlecht gestellte Familien sei die Solidarhaft. Die Stiftung gewährleistet den Vermietern volle Mietzinssicherheit. Ende 2011 gab es 704 Mietverhältnisse, für die Domicil solidarisch haftet. Pro Vermittlung wurden im Durchschnitt 39 Arbeitsstunden aufgewendet.

SDA/pia

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