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Justizdirektor ohne Juristengeschwurbel

Kein Regierungsrat stand in den letzten vier Jahren so oft in den Schlagzeilen wie der Grüne Martin Graf. Schuld war ein junger Straftäter. Grafs Umgang mit dem Fall verrät viel über den Justizdirektor.

Martin Graf auf der Bühne im Theater Rigiblick. Er lässt sich hier fotografieren, weil er und seine Frau das Theater Rigiblick oft besuchen. Und er mag den weiten Blick über die Stadt, den der Platz vor dem Theater bietet. Foto: Urs Jaudas
Martin Graf auf der Bühne im Theater Rigiblick. Er lässt sich hier fotografieren, weil er und seine Frau das Theater Rigiblick oft besuchen. Und er mag den weiten Blick über die Stadt, den der Platz vor dem Theater bietet. Foto: Urs Jaudas

Carlos: Das ist der Name, um den niemand herumkommt, der über die ersten vier Amtsjahre von Justizdirektor Martin Graf Bilanz zieht. Carlos, sagt Graf, sei sein persönlicher Tiefpunkt gewesen. Ausgerechnet daran muss er sich messen lassen. Dabei hat Graf nicht wenig erreicht: Der Grüne hat mit vielen konservativen Gemeindepräsidenten den richtigen Ton gefunden. Er hat den Entwurf für das revidierte Gemeindegesetz aus der Feder seines Vorgängers Markus Notter (SP) so umgebaut, dass er die Gnade des Kantonsrats finden dürfte. Graf hat Gemeindefusionen salonfähig gemacht. Er hat ein Integrationsprogramm für Migranten auf die Beine gestellt, «ganz ohne neues Gesetz», wie er betont. Aber all das verblasst neben Carlos.

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