Zum Hauptinhalt springen

Hagenbuch: Flüchtlinge sind nicht schuld an Steuererhöhung

Trotz einer mittellosen Familie aus Eritrea gibt die Landgemeinde Hagenbuch vergleichsweise wenig für Soziales aus. Die Steuern wollte der Gemeinderat aus anderen Gründen erhöhen.

«Heute kommt der Steuerhammer», schrieb der «Blick» gestern. Weil die Landgemeinde Hagenbuch im äussersten Osten des Kantons Zürich für drei Kinder einer eritreischen Familie 360'000 Franken auszugeben habe, müsse sie nun den Steuerfuss um 6 Prozent erhöhen.

Gestern, kurz vor der entscheidenden Gemeindeversammlung, relativierte Gemeindeschreiber Stefan Rüegg die «Blick»-Schlagzeile: «Wir müssten die Steuern auch ohne diese Familie erhöhen.» Ein wichtiger Grund für die vom Gemeinderat geplante Steuererhöhung ist die Senkung des Steuerfusses um 10 Prozent vor drei Jahren. Man habe den Stimmberechtigten damals gesagt, dass die Senkung nicht dauerhaft sein werde. Nun sei eine Erhöhung einfach früher nötig als gedacht, sagt der Gemeindeschreiber. Hagenbuch habe unter anderem mit mehr Geld aus dem kantonalen Ressourcenausgleich gerechnet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.