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Gymiprüfung: Würden Sie den Übertritt schaffen?

Algebra, Aufsatz und Akkusativ: 7500 Schülerinnen und Schüler im Kanton Zürich kämpfen sich heute durch die Gymiprüfung. Welche Tests sie absolvieren müssen.

Ein wegweisender Tag: Sekschülerinnen und Primarschüler schreiben heute die Gymiprüfung.
Ein wegweisender Tag: Sekschülerinnen und Primarschüler schreiben heute die Gymiprüfung.
Raisa Durandi

Wer wird im Schuljahr 2019/20 in den Zürcher Gymnasien starten? Diese Frage klärt sich heute Dienstag. Rund 7700 Schülerinnen und Schüler schreiben verteilt über den ganzen Kanton die Gymiprüfung.

Primarschüler versuchen, ins Langzeit-Gymi zu kommen. Sie schreiben eine Deutsch- und eine Matheprüfung, die gleich gewichtet wird. Beim Aufsatz mussten sie im vergangenen Jahr beispielsweise eine Geschichte erzählen, die im Hallenbad spielt. In der Matheprüfung wurde die folgende Aufgabe gestellt: (975.2 : 23)+(12 · 21.9)–(12 · 6.9)–(892.4 : 23). Bei der Aufnahmeprüfung fürs Langzeitgymnasium werden die Prüfungsresultate mit den Zeugnisnoten der Aspirantinnen und Aspiranten verrechnet.

Zwei Prüfungstage fürs Kurzzeit-Gymi

Bei der Kurzzeit-Gymiprüfung ist das seit 2015 nicht mehr so. Ob die Schülerinnen und Schüler aus der zweiten oder dritten Sekundarschule ans Gymnasium dürfen, hängt alleine von den Prüfungen ab, die sie heute und morgen absolvieren. Zusätzlich zu Deutsch und Mathe müssen die Sekschüler eine Französischprüfung lösen – etwa das Verb «devoir» ins Passé Composé setzen. Wer bei den schriftlichen Prüfungen eine Note zwischen 3,75 und 4 schreibt, wird zur mündlichen Prüfung eingeladen.

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Würden Sie die Gymiprüfung schaffen? Testen Sie es!

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An welches Gymnasium sie wollen, dürfen die Schülerinnen und Schüler selbst wählen. Es kann jedoch vorkommen, dass aus Kapazitätsgründen Umverteilungen vorgenommen werden. Die Kurzzeit-Gymnasiasten müssen sich zudem für ein Profil entscheiden: altsprachlich, musisch, mathematisch-naturwissenschaftlich, neusprachlich oder wirtschaftlich-rechtlich.

Spezialblätter für die Prüfung

An die Prüfung dürfen die Schülerinnen und Schüler Lineal, Bleistifte und einen Duden mitbringen. Tabu sind hingegen Mobiltelefone und Smartwatches – schliesslich soll niemand spicken. Damit die Aufgaben bis zum Prüfungstag geheim bleiben, gibt es einige Vorkehrungen, wie die NZZ schreibt.

Die Prüfungsblätter werden in einer Zürcher Druckerei mit speziellen Sicherheitsstandards gedruckt. Von dort bringt sie ein Kurierdienst persönlich zu den Schulen, wo sie sicher verschlossen werden. Im vergangenen Jahr verteilten die Lehrpersonen mehr als 270'000 Aufgabenblätter, was einem mehr als 25 Meter hohen Papierturm entspricht.

Immer mehr nehmen private Vorbereitungskurse

Die Vorbereitungen finden an den Primar- und Sekundarschulen statt – und immer häufiger auch privat. Laut SRF investieren immer mehr Eltern Geld für Privatkurse. So haben in diesem Jahr doppelt so viele Kinder wie vor zehn Jahren Lektionen im Lernstudio absolviert, einem der grössten Anbieter solcher Kurse in Zürich. 3000 Franken kostet dort ein Vorbereitungskurs fürs Langzeit-Gymnasium.

Nach den Tests beginnt das Zittern. Erst am Freitag in einer Woche können die Geprüften das Resultat einsehen. Wer besteht, startet im August mit einer Probezeit die Gymikarriere. Die Matura erfolgreich abschliessen wird schliesslich etwa ein Fünftel aller Zürcher Jugendlichen.

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