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Fliegende Nordkoreaner, liegende Kamele

Der Circus Knie beeindruckt dieses Jahr mit Artistik. Und zeigt statt Elefanten andere exotische Tiere.

Es ist eine Zäsur in der Geschichte des Circus Knie: Im neuen Programm, das gestern Abend in Rapperswil Premiere hatte, treten keine asiatischen Elefanten mehr auf. Das Familienunternehmen hatte letztes Jahr entschieden, die fast 100-jährige Tradition der Elefanten­dressur zu beenden und Dehli (47) und Ceylon (45) aus dem Zirkus zu entlassen; sie verbringen ihren Lebensabend im Kinderzoo. Um das Publikum auch dieses Jahr zum Staunen zu bringen, haben die Knies viele neue Darbietungen ins Programm aufgenommen, das den Titel «Smile» trägt. Für Schmunzeln und Lachen sorgt unter anderen der «weltbeste Clown» David Larible aus Italien.

Bei der Premiere beeindruckten vor allem die Trapezkünstler vom nordkoreanischen Nationalzirkus und die China National Acrobatic Troupe. Das Publikum hielt jedes Mal den Atem an, wenn einer der Artisten nach den Händen griff, die ihn nach einem Salto in der Luft wieder auffangen sollten. Landeten sie bei der Generalprobe am Nachmittag noch etliche Male im Netz, klappte der Vierfachsalto über 15 Meter bei der Premiere am Abend auf Anhieb. Eine ihrer nordkoreanischen Kolleginnen balanciert während der ganzen Nummer ein Tablett mit gefüllten Champagnergläsern, steigt damit ihrem Partner auf die Schultern und vollführt Körperverbiegungen in perfekter Eleganz.

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