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Eine Bankkarte führte zu den Mörderinnen

Alles begann mit einer ­Routinekontrolle am Zoll: Wie der Raubmord an einer Rentnerin aus ­Kilchberg aufgeklärt wurde.

Die Nachtschwester (links) und die Verkäuferin mit ihren Verteidigern vor Gericht. (Illustration: Julia Kuster)
Die Nachtschwester (links) und die Verkäuferin mit ihren Verteidigern vor Gericht. (Illustration: Julia Kuster)

Die beiden Frauen, die in der Nacht vom 9. auf den 10. November 2013 im Alterszentrum Hochweid in Kilchberg eine schlafende Rentnerin mit einem mit Salmiakgeist getränkten Lappen erstickt hatten, hinterliessen keine Spuren: weder DNA, Fingerabdrücke noch Haare.

Dass der Fall trotzdem geklärt wurde, ist in erster Linie dem Zufall zu ver­danken. Dies wurde am Mittwoch am Prozess vor Obergericht bekannt. Die beiden Frauen hatten neben Geld und Schmuck auch die CS-Bankkarte der 88-Jährigen gestohlen. Ein Beutestück, das die Fahnder schliesslich zu den ­Täterinnen führte, der 31-jährigen Nachtschwester Svetlana S. und ihrer Komplizin. Die Nachtschwester hatte die gestohlene Bankkarte ihrem in Affoltern am Albis wohnhaften Freund gegeben. Der Kroate, welcher der Bikerszene ­angehörte, hatte offenbar Verbindungen zu Hackern in Deutschland, die mithilfe der Bankkarte das Konto der ermordeten Rentnerin plündern sollten.

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