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Die Tierfreundin, die Tauben tötet

Die Ustermerin Iris Scholl hegt die Dohlen auf dem Zürcher Grossmünsterturm und tötet Tauben am Hauptbahnhof. Sie will das Nebeneinander von Mensch und Tier erleichtern.

Hündin Alea begleitet Iris Scholl zur Arbeit im Grossmünsterturm: Iris Scholl.
Hündin Alea begleitet Iris Scholl zur Arbeit im Grossmünsterturm: Iris Scholl.
Nicolas Zonvi

Früher waren ihr die Tiere näher als die Menschen. «Mittlerweile herrscht Gleichstand», sagt Iris Scholl. Die 55-jährige Verhaltensforscherin ist ein Naturmensch, eine Tierfreundin. Sie beobachtet Tiere, versteht sie, unterstützt sie – und tötet sie. Wenn es sein muss. Übers Töten spricht sie nicht gerne und erst dann, wenn sie ihr Gegenüber etwas kennt. Umso lieber spricht sie aber über ihre Arbeit mit den lebendigen Tieren. Zum Beispiel über die Dohlen auf dem Zürcher Grossmünster. Mehrmals in der Woche reist die Ustermerin nach Zürich und steigt die zahlreichen Treppenstufen im Südturm hinauf, vorbei an der Plattform, die für die «normalen» Besucher Endstation bedeutet.

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