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Der Taser ist verantwortbar

Die Kantonspolizei stattet 130 Regional-, Verkehrs- und Flughafenpolizisten mit der Elektrowaffe aus. Entscheidend ist dabei, wann die Waffe zur Anwendung kommt.

Lähmt mit Stromstössen: Ein Mitglied einer Genfer Sondereinheit hält einen Taser in der Hand.
Lähmt mit Stromstössen: Ein Mitglied einer Genfer Sondereinheit hält einen Taser in der Hand.
Keystone

Irgendwie löst es ein mulmiges Gefühl aus: Die Kantonspolizei geht künftig mit sogenannten Tasern auf Patrouille, Elektroschockpistolen, die als nicht tödlich vermarktet werden. Und doch kam es im Ausland mehr als einmal zu Todesfällen nach dem Einsatz eines Tasers.

Ist es also zu verantworten, wenn patrouillerende Polizisten Taser dabei haben? Sollte diese Waffe nicht nur in die Hände von speziell ausgebildeten Sondereinheiten gegeben werben? Die Skepsis ist berechtigt – und dennoch ist die Frage falsch gestellt. Jeder Polizist muss mit einer Schusswaffe umgehen können. Wer das kann, der kann auch einen Taser korrekt und verantwortungsvoll einsetzen. Die hiesigen Polizisten haben bisher kaum einen Anlass gegeben, dass man an dieser Kompetenz zweifeln müsste.

Seriöse Schulung wichtig

Die Erfahrungen im Ausland, vor allem in den USA, zeigen überdies, dass die Todesfälle meist auf falsche Anwendung der Elektroschockwaffe zurückzuführen sind. Und dass die Waffe dort oft zu leichtfertig zum Einsatz kommt. Wie übrigens auch die Schusswaffe. Um so wichtiger ist eine seriöse Schulung am Taser – so seriös, wie sie auch im Umgang mit der Pistole sein muss. Wenn das gewährleistet ist, ist gegen den Taser wenig einzuwenden. Es ist allemal besser, einen Übeltäter kurz ausser Gefecht zu setzen, als ernsthafte Verletzungen zu riskieren.

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