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Anklage wegen Querschläger auf Golfplatz

Einem Golfer droht eine hohe Geldstrafe, weil er beim Spielen einen anderen Mann traf. Auch der Platzbetreiber in Kyburg ist angeklagt.

«Wir können nicht zwischen allen Fairways Netze hochziehen»: Daniel Weber, Verwaltungsratspräsident der Golf Kyburg AG. (Foto: TA Archiv)
«Wir können nicht zwischen allen Fairways Netze hochziehen»: Daniel Weber, Verwaltungsratspräsident der Golf Kyburg AG. (Foto: TA Archiv)

Im Falle eines Querschlägers auf dem Golfplatz Kyburg bei Winterthur kommt es zum Prozess vor dem Bezirksgericht Pfäffikon. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hat ein Golfspieler eine Rissquetschwunde an der Unterlippe, eine Zahnschmelzabsprengung und eine Zahnfraktur erlitten, weil ihm ein Ball mitten ins Gesicht flog.

Nun hat die Staatsanwaltschaft den Verursacher des Querschlägers sowie den Platzbauer und den Golfplatzbetreiber wegen Fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Gefordert sind Strafen zwischen 40 und 80 Tagessätzen zu 220 Franken sowie Bussen zwischen 1700 und 3400 Franken. Laut Anklage hätten Netze zwischen den Bahnen gespannt werden müssen.

Daniel Weber, Verwaltungsratspräsident der Golf Kyburg AG, findet das überrissen: «Wir können nicht zwischen allen Fairways Netze hochziehen. Da käme schnell einmal der Naturschutz oder der Vogelschutz», sagt er der «NZZ am Sonntag». «Wenn diese Klage durchkäme, hätte es gravierende Auswirkungen auf die Gestaltung der Golfplätze», sagt Weber weiter. «Und auch unsere Haftpflichtprämien würden wohl massiv steigen.»

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