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80 Millionen Passagiere bis 2040 erwartet

Das Bundesamt für Raumentwicklung hat Prognosen für die Schweizer Flughäfen erstellt: Allein in Zürich müsse man mit einem Anstieg des Passagieraufkommens von über 70 Prozent rechnen.

Flughafen Kloten stosse 2030 an seine Grenzen: Eine Boeing 747 der Regierungsflotte der katarischen Airline steht in Kloten auf einem Aussenplatz, während ein Airbus Flugzeug der Swiss startet. (Archiv)
Flughafen Kloten stosse 2030 an seine Grenzen: Eine Boeing 747 der Regierungsflotte der katarischen Airline steht in Kloten auf einem Aussenplatz, während ein Airbus Flugzeug der Swiss startet. (Archiv)
Patrick B. Krämer, Keystone

Gemäss einer Studie des Bundes erwartet die Schweizer Flughäfen in den kommenden Jahren ein massives Wachstum. Im Bericht «Perspektiven des Schweizerischen Personen- und Güterverkehrs bis 2040» erstellte das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) in einem bisher nicht beachteten Kapitel neue Prognosen für die Nachfrageentwicklung an heimischen Flughäfen, schreibt die «Schweiz am Sonntag».

Am stärksten nimmt das Passagieraufkommen in Zürich zu. Dort prognostiziert das ARE bis 2040 einen Anstieg von 71 Prozent auf 45,8 Millionen Passagiere. Aktuell liegt die Zahl am grössten Landesflughafen bei 26,2 Millionen.

Mehr Passagiere als Dubai

Auch die Flughäfen Genf, Basel und Bern müssen sich für ein markantes Wachstum rüsten. Unter dem Strich resultiert so 2040 eine Passagierzahl von rund 80 Millionen, gegenüber aktuell 49,5 Millionen. Das werden mehr Passagiere sein als heute am Megahub Dubai verkehren (78 Millionen).

Für die Prognose stützt sich das ARE auf eine Studie des Münchner Beratungsbüros Intraplan im Auftrag des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl) aus dem vergangenen Jahr. Dessen Prognosen reichen allerdings nur bis 2030. Für die Zeit danach stützt sich das ARE laut Bericht auf die Bevölkerungsentwicklung.

Keine Auslastung in Basel

Bazl-Sprecher Urs Holderegger bezeichnet das ARE-Szenario gegenüber der Zeitung als plausibel, sagt aber einen Engpass voraus: «Die beiden grossen Landesflughäfen Zürich und Genf werden aller Voraussicht nach um 2030 an ihre Kapazitätsgrenzen stossen, Zürich wahrscheinlich etwas früher, Genf etwas später.» Eine Ausnahme bilde der Euroairport Basel. «Er dürfte noch auf längere Sicht nicht ausgelastet sein.»

Nebst dem Bevölkerungswachstum nennt Flughafen-Zürich-Sprecher Michael Stief in der „Schweiz am Sonntag“ weitere Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen: Die Migration; die ältere Bevölkerung, die heute reisefreudiger als früher ist; das steigende Pro-Kopf-Einkommen in der Schweiz und in Entwicklungsländern, sowie die internationale Verflechtung von Wirtschaft, Gesellschaft und Forschung, welche den Incoming-Tourismus befeuern.

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