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12 Monate bedingt für Gefängnis-Mitarbeiter

Ein ehemaliger Kadermitarbeiter des Gefängnisses Affoltern ist wegen Veruntreuung verurteilt worden. Er muss dem Gefängnis ausserdem die gestohlenen 48'000 Franken zurückzahlen.

Das Bezirksgericht Affoltern hat am Freitagmorgen einen ehemaligen leitenden Mitarbeiter des Gefängnisses Affoltern am Albis verurteilt. Wegen mehrfacher Veruntreuung und mehrfacher Urkundenfälschung erhielt er eine 12-monatige bedingte Freiheitsstrafe mit einer Probezeit von zwei Jahren. Dies teilte das Bezirksgericht Affoltern auf Anfrage mit.

Der 47-Jährige hatte von Januar 2012 bis August 2014 insgesamt knapp 48'000 Franken aus dem Tresor der Gefängniskanzlei genommen. Damit hatte er private Schulden beglichen. Er hat anerkannt, dass er dem Staat den Betrag zurückzahlen muss. Der Verurteilte hatte sich im August 2014 selber gestellt.

Der Richter ging mit seinem Urteil über die Strafanträge von Anklage und Verteidigung hinaus. Diese hatten bedingte Freiheitsstrafen von neun respektive sechs Monaten gefordert. Das Gericht begründete das Strafmass mit der besonderen Verantwortung, in welcher der Mitarbeiter stand.

Zwei Jahre bedingt für ehemalige Wärterin gefordert

Ebenfalls angeklagt ist eine 29-jährige ehemalige Aufseherin, die laut Staatsanwaltschaft zwischen September 2013 und Juli 2014 regelmässig Drogen und Fast-food für Insassen ins Gefängnis geschmuggelt hat. Die Staatsanwaltschaft fordert für die Frau in der Anklageschrift eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Auch sie ist geständig. Ihr Gerichtstermin steht noch nicht fest. Beide Gefängnismitarbeiter wurden im September 2014 fristlos entlassen.

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