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Polizisten mit Maschinenpistolen am HB

Nach den Anschlägen von Paris markiert die Polizei in der Schweiz verstärkt Präsenz. Auch die Kontrollen an der Grenze wurden verstärkt.

Erhöhte Polizeipräsenz im HB Zürich: Beamte kontrollieren Personen in der Bahnhofshalle. (14. November 2015)
Erhöhte Polizeipräsenz im HB Zürich: Beamte kontrollieren Personen in der Bahnhofshalle. (14. November 2015)
Robin Schwarz
Jacke aufmachen, Hände zeigen: Beamte überprüfen einen Passanten.
Jacke aufmachen, Hände zeigen: Beamte überprüfen einen Passanten.
Robin Schwarz
Auf dem ganzen Bahnhofsgelände wird kontrolliert: Eine Gruppe von Polizisten im Gespräch.
Auf dem ganzen Bahnhofsgelände wird kontrolliert: Eine Gruppe von Polizisten im Gespräch.
Robin Schwarz
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Die Anschläge von Paris haben die Sicherheitskräfte in der Schweiz alarmiert. Vor allem in grösseren Bahnhöfen oder in Fernverkehrszügen will die Polizei Präsenz markieren, wie Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der Polizeikommandanten, am Samstagnachmittag an einer gemeinsamen Pressekonferenz der verschiedenen Sicherheitsorgane und der Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sagte. «Es geht darum zu zeigen, wir sind da, die Polizei sorgt für Sicherheit», so Blättler. Auch der Schutz der französischen Niederlassungen in der Schweiz, vor allem der Botschaft in Bern, sei verstärkt worden.

Am Hauptbahnhof in Zürich stehen inzwischen Polizisten mit Maschinenpistolen, wie ein Journalist von Redaktion Tamedia vor Ort berichtet. Die Polizeipräsenz im und um den Hauptbahnhof sei hoch. Gerade sei ein Zug aus Genf eingefahren, der von Polizisten genau beobachtet wurde.

Die Kantonspolizei Zürich teilte mit, sie habe ihre Präsenz «punktuell erhöht». Zum Beispiel am Flughafen Zürich und und im Hauptbahnhof. Falls nötig, würden weitere Massnahmen getroffen. Aus polizeitaktischen Gründen könnten hierzu jedoch keine Details genannt werden.

Die Situation am Hauptbahnhof Zürich am Samstagnachmittag. (Video: Robin Schwarz)

Wegen der Pariser Anschläge wurde bei der Zürcher Stadtpolizei eine Sondersitzung abgehalten. Man habe anschliessend das Personal zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen, sagte Sprecher Marco Cortesi. Ob mehr Polizisten als üblich im Einsatz sind, durfte er jedoch nicht sagen.

Keine Informationen zu Schweizer Opfern

Für die aktuelle Gefahrenberuteilung in der ganzen Schweiz ist die Bundespolizei zuständig. Gemäss deren Angaben sind die Sicherheitsbehörden wachsam und beurteilen die Situation laufend neu. Auch der Bundesrat werde regelmässig informiert. Konkret seien die Grenzkontrollen an den Übergängen zu Frankreich punktuell verstärkt worden. Systematische Kontrollen seien derzeit aber nicht nötig.

Der Nachrichtendienst des Bundes weise seit Monaten auf eine erhöhte Bedrohungslage hin, sagte Bundespräsidentin Sommaruga an der Pressekonferenz. Diese Einschätzung gelte weiterhin. Die Schweizer Behörden täten alles um herauszufinden, ob die Bluttaten irgend einen Bezug zur Schweiz hätten. Bisher gebe es aber keine Hinweise. Das Aussendepartement wisse bisher auch nichts von allfälligen Schweizer Opfern.

ldc/sda

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