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ZVV dehnt Versuch mit neuen Billettautomaten aus

Die meisten Fahrgäste reagieren positiv auf die neuen Ticketautomaten. Nun stellt der ZVV in Zürich weitere 26 Geräte auf.

Von Janine Hosp Zürich – Am Limmatplatz im Kreis 5 wird der neue ZVV-Billettautomat rege benutzt: Viele Fahrgäste lassen dort den alten Automaten links liegen und lösen ihre Tickets nur noch am neuen. Weil sie dort auch Monatsabos kaufen können, hat sich der Umsatz glatt verfünffacht. Eine Erklärung hat man beim ZVV dafür nicht. Der Versuch hat aber ergeben, dass ältere Leute eher Berührungsängste zeigen als jüngere. Im Kreis 5 sind wegen der vielen Clubs und Berufsschulen zahlreiche Jugendliche unterwegs. Die VBZ führten seit einem Jahr einen Feldversuch mit vier neuen Billettautomaten durch. Sie stehen am Bellevue, Paradeplatz, Albisriederplatz und eben am Limmatplatz. Da der Versuch erfolgreich verlaufen ist, installiert man nun 26 zusätzliche Automaten auf dem ganzen Stadtgebiet, meist an Verkehrsknoten. Ist die Resonanz erneut gut, bestellt der ZVV im Laufe des nächsten Jahres die restlichen 1100 Automaten. Wo neue Geräte aufgestellt werden, müssen sich die Fahrgäste rasch neu orientieren, denn die alten werden sofort abmontiert. Automat schluckt keine Noten «Die Rückmeldungen waren erstaunlich positiv», sagt ZVV-Sprecherin Beatrice Henes. Selbst Fahrgäste, welche nicht alltägliche Käufe tätigten wie Monatsabos verlängern, hätten dies als einfach empfunden. Kritisiert wurde dagegen, dass der neue Automat nur Münz und Plastikkarten, aber keine Noten mehr akzeptiert. Der ZVV hat darauf bewusst verzichtet; Notenautomaten benötigen viel Platz, sind teuer im Unterhalt und werden eher aufgebrochen. An den neuen Automaten können die Fahrgäste neben Abos auch nationale Tageskarten zum Halbtaxabonnement lösen. Ausserhalb von Zürich und Winterthur werden Automaten meist nur an Bahnhöfen installiert; Fahrgäste können ihr Billett meist im Bus kaufen. Ein Automat kostet 36 000 Franken. Für die Umrüstung hat der Verkehrsrat 63 Millionen bewilligt.

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